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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Wirtschaft

“Haltet-den-Brüderle!”

blogfuerst 1. August 2010

Die welt hat mal wieder einen sehr guten Kommentar zur typisch deutschen “allgemeinen Stimmung” in der Gesellschaft verfasst. Insbesondere hinsichtlich der lediglich in einem Interview geäußerten Meinung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, dass die Rentengarantie falsch sei:

Eines dieser potenziellen Brandthemen ist das demografische. Die panischen Haltet-den-Dieb-Reaktionen auf Rainer Brüderles schlichte und logisch mühelos ableitbare Feststellung, dass die Rentengarantie eine schlechte Beruhigungspille sei, offenbart eine höchst bedauerliche Unfähigkeit, sich ohne dramatische Geste mit Problemen dramatischen Ausmaßes zu konfrontieren.

Was ich am aller wenigsten verstehe ist, wie blind die Verfechter der Rentengarantie sind. Die Garantie, dass die Renten bei sinkenden Löhnen nicht sinken hat nämlich auch eine Kehrseite. Sie bewirkt nämlich gleichzeitig, dass bei wieder steigenden Löhnen – was aufgrund des konjunkturellen Aufschwungs bevorsteht – die Renten nicht(!) steigen, sondern ebenfalls gleich bleiben. Das hat was damit zu tun, dass sich die Garantie “selbst tragen soll”. Also in guten Zeiten, das Defizit der schlechten Zeiten wieder ausgeglichen wird. Damit wird die Rentengarantie zur “Nullrunden-Garantie”. Ob sich die Rentner so etwas wünschen, würde ich angesichts der Beschwerden über die vielen Nullrunden stark bezweifeln.

Obama und das deutsche Sparpaket

blogfuerst 24. Juni 2010

Ziemlich absonderlich erschien die Forderung von US-Präsident Obama, die G20-Regierungen sollten gefälligst nicht so viel sparen und statt dessen lieber (schuldenfinanzierte) Konjunkturprogramme auflegen.

Wenn ich sowas höre, kommen in mir grundlegende Zweifel über das Vorhandensein von Intelligenz in höheren politischen Ebene auf. Es ist mir ein völliges Rätsel wie man vor dem Hintergrund von überbordender Staatsverschuldung sämtlicher Industrieländer, von denen einige am Rand des Staatsbankrotts stehen, weil sie einfach zu viele Schulden gemacht haben – allen ernstes fordern kann, weiter Schulden zu machen und diese sogar noch zu erhöhen.

Das klingt für mich so wie wenn man in einer Stadt in der immer mehr Gebäude abbrennen, so dass bald die ganze Stadt in einem einzigen Flammeninferno unterzugehen droht, sich dazu entschließt die Brandschutzvorschriften radikal zu verschärfen. Gegen diese Verschärfung sich jedoch Nachbarstädte wenden, mit dem Argument, dass man so der Bauwirtschaft schade, weil bei weniger abgebrandten Gebäuden nicht mehr soviele Gebäude neu gebaut würden und darunter die Bauwirtschaft leiden würde.

Offenbar hat man hier vergessen, dass in einer Stadt in der alles niedergebrandt ist auch keine Baufirmen mehr existieren, die noch was aufbauen könnten (die sind ja auch niedergebrandt). Mit anderen Worten was nützt denn bitteschön die beste Konjunkturspritze, wenn ganze Staaten und Volkswirtschaften Bankrott gehen und der gesamte Wirtschaftskreislauf zum Erliegen kommt?

update:

Wieso überrascht es mich nicht, dass der Knut-Pate Sigmar Gabriel sich der intelligenzbefreiten US-Kritik am Sparen anschließt. Andererseits ist das ja die übliche SPD-Vorgehensweise: Geld ausgeben wollen, dass man nicht hat. Ist ja egal, es zahlt einfach die nächste Generation (von arbeitenden Steuerzahlern). Ob die SPD es wohl hinbekommen würde mit dieser Politik einen einfachen vier-Personen-Haushalt dauerhaft zu führen?

Krisenprophet

blogfuerst 29. Mai 2010

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert. Den ganzen Beitrag lesen »

Business-Kasper

blogfuerst 19. Mai 2010

Der “BWL’er” – aus einer Enzyklopädie:

BWL ist eine wohlklingende Abkürzung für Besserwisserlehre, die unnötig verwissenschaftlichte Ausbildung  an einer Universität zum modernen gewissenlosen Manager (auch genannt “Damager”). Die BWL versteht sich daher als Sammelstudiengang für talentfreie Abiturienten, die

* für naturwissenschaftliche, kulturelle, technische oder politische Studiengänge zu unbegabt sind,

* kein Ausbildungsbetrieb haben will,

* sich zu hirnlosen Ausbeutern ausbilden lassen möchten,

* ihren Lebenszweck in schnellen Autos, arrogantem Auftreten und After-Work-Partys sehen,

* nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, und denen zum Suizid die Fähigkeit fehlt, einen sinnvollen Abschiedsbrief zu schreiben, oder * auf pinke Polo-Hemden mit aufgestellten Krägen, weiße 3/4-Capri-Hosen und schwarze Sonnenbrillen stehen. [...] Den ganzen Beitrag lesen »

Finanzmarktexzesse beenden

blogfuerst 18. Mai 2010

Der wohl beste Artikel zum Thema Finanzkrise, den Ursachen und Reformen, den ich bisher überhaupt gelesen habe, stammt vom Welt-Autor Frank Stocker. Stocker erklärt in ganz wenigen Zeilen, die wichtigsten internationalen Finanzmarktinstrumente und wie man sie einschränkt, damit derartige Finanzkrisen in Zukunft verhindert werden können.

Grundsätzlich helfen Derivate, den Finanzmarkt effizienter und flexibler zu machen. Das Problem ist allerdings ihr Volumen. Ihr Wert wird heute auf etwa 600 Billionen Dollar geschätzt – das ist das Zehnfache des Bruttoinlandsprodukts der gesamten Welt. Wenn hier etwas schiefgeht, kann das Konsequenzen haben, die nicht mehr zu kontrollieren sind. Der US-Investor Warren Buffet bezeichnete daher Derivate als “Massenvernichtungswaffen”. [...] Das Volumen der Derivate ist auf ein kontrollierbares Maß zurückzuführen. Dazu beitragen kann eine Finanztransaktionssteuer, da viele Derivate nur kleinste Gewinne abwerfen. Sie lohnen sich nur bei millionenfachen Transaktionen. Selbst eine geringe Steuer auf jede Transaktion macht den Handel daher schon unattraktiv.

Als Finanzlaie ist es mir ehrlich gesagt schleierhaft, wie die Politik eine solche gigantische Finanzblase jahrelang tolerieren konnte.

Neue Aufgaben für Geheimdienste

blogfuerst 10. Mai 2010

Nachdem die Geheimdienste in den letzten Jahren mehr mit Skandalen zu tun hatten, als mit sinnvoller (Auslands-)Aufklärung, gibt es meines Erachtens ein riesiges neues Betätigungsfeld für deutsche und internationale Geheimdienste:  Die internationale Hochfinanz.

Nachdem zuletzt immer wieder fragwürdige Aktionen gegen einzelne Personen und Presseorgane im In- und Ausland publik wurden, die angeblich im Namen der Terrorabwehr durchgeführt wurden – wäre es nun an der Zeit sich mit “tatsächlichen Massenvernichtungswaffen” aus der Finanzbranche zu befassen, statt nicht existenter in den Händen von überbewerteten Terroristen hinterherzujagen. Vor einiger Zeit hat die CIA oder jemand ähnliches erklärt, dass nicht Osama bin Laden oder sonst irgendein internationaler Terrorismus die größte Gefahr für die USA seien, sondern Finanz- und Wirschaftskrisen (hab grad die Quelle nicht zur Hand). Dieser realistischen Einschätzung kann ich mich nur anschließen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kapitalismus ist gut für die Ärmsten

blogfuerst 30. April 2010

Gefunden bei oppponent:

Gebrauchtwagenhändler und die.Linke

blogfuerst 30. April 2010

Man kennt das Klischee ja. Da steht eine Rostlaube auf dem Hof und der Gebrauchtwagenverkäufer redet von einem Schmuckstück. Irgendwie läuft das zur Zeit bei der Griechenlandkrise ähnlich ab. Vor allem Die.Linke probt schonmal sozialisitische Propaganda, indem sie versucht ein A für ein B zu verkaufen. Der Antidemokrat und Hetzer Lafontaine spricht im Streit um Finanzhilfen für Griechenland allen ernstes davon, dass man “die Verursacher der Krise der Griechen – die Banken” mit in die Haftung nehmen sollte. Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand haben keine Spekulanten oder Hedgefonds Griechenland ruiniert, sondern der griechische Staat selbst. Wer immer mehr Schulden anhäuft und über seinen Verhältnissen lebt (Zwegat lässt grüßen), der kann die Tilgung irgendwann nicht mehr leisten und geht pleite. Das hat nichts mit Spekulanten oder dem bösen Finanzkapital zu tun. Für die Griechenkrise ist allein der Staat(!) verantwortlich. Aber solche Realitäten akzeptiert man bei Linken nicht. Da wird dann einfach die Realität umgedichtet – ganz so wie beim Gebrauchtwagenhändler. Niemand der bei Verstand ist, würde so einem Lügner ein Auto abkaufen. Deshalb sollte auch niemand, der bei Verstand ist so einer Partei – wie der Linken – seine Stimme geben.

Griechisch Grillen

blogfuerst 29. April 2010

Gerade gelesen:

Die neuen Grill-Trends sind da! Griechisches Grillen: Innerhalb einer halben Stunde muß sämtliches Grillfleisch weg und die ganze Kohle verbrannt sein. Dann zu den Nachbarn gehen und Würstchen und Kohle schnorren.

Staatswirtschaft

blogfuerst 27. April 2010

Wohin es führt, wenn Antikapitalisten und staatsgläubige Politiker das Sagen haben, sieht man sehr schön an den EU-Agrarsubventionen, die in diesem SZ-Artikel analysiert werden:

Große Agrarkonzerne haben im vergangenen Jahr am meisten von den EU-Agrarsubventionen profitiert. Mehr als 7,5 Milliarden Euro verteilte Brüssel im Vorjahr an die deutsche Landwirtschaft, fast 1,5 Milliarden davon gingen nach Bayern. Die größten Empfänger waren Molkereien, Zuckerproduzenten und Tiermastbetriebe. Kleinbäuerliche Familienbetriebe finden sich unter den Großempfängern hingegen nicht. [...] Wer mehr Ländereien hat, erhält mehr Geld [...]

Diese “Ungerechtigkeit” – dass die Großen das meiste und die Kleinen sehr wenig kriegen – ist nicht etwa ein behebbarer Fehler im System. Sie ist systemimmanent. Die Agrarsubventionen sind ja keine Sozialleistungen für Landwirte, sondern Ausgleichszahlungen, die sich nach produzierter Menge oder bewirtschafteter Fläche berechnen. Und da große Betriebe nunmal viel mehr produzieren und mehr Fläche haben als kleine, erhalten sie auch mehr Subventionen. Den ganzen Beitrag lesen »

“Sozialhilfe” statt Eigeninitiative

blogfuerst 23. April 2010

Warum “Entwicklungshilfe” in der Regel mehr schadet, als nützt.

Für den „Spiegel“ ist es ganz einfach, warum es in Haiti nur schleppend vorwärts geht: „Der Staat, vor dem Beben schon schwach, ist kaum handlungsfähig.“ Wenn es also einen starken Staat gäbe, dann wäre Port-au-Prince in wenigen Jahren das neue Venedig der Karibik.

Die Deutschen haben 1945 gar keinen Staat gehabt. In der chaotischen Nachkriegszeit haben aber viele eine Chance gesehen und in die Hände gespuckt. Den überbewerteten Marschallplan hin oder her: Als geschlagene Nation hatten die Deutschen auch nicht viel Hilfe von außen zu erwarten, zumal der Rest Europas ja auch in Trümmern lag.

Die Haitianer dagegen werden von der Hilfsbereitschaft der Welt geradezu erstickt. Jeder eigene Aufbauwille wird zu Tode gepampert. Zehn Milliarden Dollar hat die Uno auf ihrer Konferenz in New York Ende März zusammenbekommen. Diese Riesensumme soll dem kleinen Land jetzt zufließen. Den ganzen Beitrag lesen »

Jericho-Realität

blogfuerst 28. März 2010

Als auf Kabel1 kürzlich die TV-Serie “Jericho” (wieder) neu startete hab ich sie mir mal angeschaut und bin irgendwie recht deprimiert und besorgt zurückgeblieben. Es wird nämlich die erschreckende Realität einer Welt gezeigt, in der Strom und Kommunikation plötzlich vollständig ausfallen. Die dafür ursächliche überrregionale Katastrophe (Atombombenexplosion) bewirkt darüber hinaus, dass auch sonst jede Art von Verkehr zusammengebricht.

Mehr oder weniger ganz genauso wie in Jericho dürften sich die Menschen in Chile nach dem verherenden Erdbeben vor ein paar Wochen gefühlt haben. Kein Strom, kein Telefon, keine Versorung mit Gütern und Lebensmitteln wegen der vielfach unpassierbaren Straßen. Zumindest musste ich nach dem Betrachten der ersten Episode an diese reale Katastrophe denken. Dadurch wird einem erst klar, wie abhängig und lebenswichtig Strom für uns geworden ist. Ohne Strom steht eigentlich unsere Gesellschaft, ja das ganze Leben still. Den ganzen Beitrag lesen »

Wasser predigen und Wein trinken

blogfuerst 12. Oktober 2009

Wie sozial Gewerkschaften und ihre Anführer wirklich sind, wurde ja bereits dargelegt.

Aber manchmal geht halt immer noch einer oben drauf. So beim selbsternannten Rächer der Enterbten bzw. “einfachen Leuten”/”Arbeitern”, Frank Bsirske. Der hat Privilegien und Luxus in Anspruch genommen, wie es sonst nur von raffgierigen Managern getan wird. Es spricht nicht gerade für seine geistige Reichweite, wenn er sich wundert, dass solch ein Verhalten Unmut auf sich zieht. Wer sich wie einer der “bösen Kapitalisten” verhält, braucht sich nicht zu wundern, wenn er auch wie ein solcher behandelt wird.

Es geht gar nicht um die Schwachen

blogfuerst 12. Oktober 2009

In den letzten Wochen vor dem Wahlkampf – und nun auch danach – scheint die Union ihre Gegner nicht mehr bei der SPD, den Grünen oder gar den Linken zu sehen. Nein, die FDP und ihre Positionen sind nun offenbar der größte Feind für die Unionschristen. Egal ob Finanzen, Soziales oder Bürgerrechte – in allen Feldern zeigt die Union, dass sie praktisch nichts verändern will. Da stellt sich natürlich die Frage, warum sie nicht mit der SPD weiter gemacht hat. Denn offenbar sind die Positionen der Union mittlerweile zu 95% deckungsgleich mit denen der SPD. Dass die Sozialsysteme und die Staatsverschuldung bei einem “Weiter so” bald implodieren Den ganzen Beitrag lesen »

Links 091008

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