blogfuerst 9. Juni 2010
Im Vorfeld der nächsten Sitzung der Enquete-Kommission hat Markus Beckedahl in seinem Blog eine Definition zur Netzneutralität vorgeschlagen und entsprechende Regulierungsvorschläge gemacht. Sein Vorschlag überrascht mich, da er äußerst differenziert ist und sich an den tatsächlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert:
Nutzer eines neutralen Netzes
bekommen einen Internetzugang, der frei von Diskriminierung ist, unabhängig von den verwendeten Anwendungen, Diensten, Inhalten, und ungeachtet des Absenders oder Empfängers
erhalten einen Internetzugang
* der sie jeden Inhalt ihrer Wahl senden und empfangen lässt
* Dienste und Anwendungen ihrer Wahl nutzen lässt
* Hardware und Software ihrer Wahl nutzen lässt
müssen darüber informiert sein, welche Formen von Netzwerkmanagement durch ihre Provider ausgeübt werden
bekommen den Internetzugang mit der Verfügbarkeit und Geschwindigkeit, die ihnen in der Werbung versprochen wurde
Den ganzen Beitrag lesen »
blogfuerst 1. Juni 2010
Nachdem der hessische Verwaltungsgerichtshof in einem ersten Verfahren noch einem Rundfunkgebührenzahler Recht gab, der sich gegen die Internet-PC-Gebühr gewehrt hatte – jedoch aus formalen Gründen – hat er nun offenbar seine Meinung geändert. Aufgrund der zu erwartenden Obrigkeitshörigkeit des Bundesverwaltungsgerichts, dürfte auch dieses zu Gunsten der schwachsinnigen PC-GEZ-Gebühr urteilen. Dann geht das ganze zum zweiten Mal ans Bundesverfassungsgericht, dass in einer früheren Entscheidung zunächst die Beschreitung des Rechtsweges gefordert hatte.
blogfuerst 22. April 2010
Bei den vielen E-Mails und Mitteilungen, die heutzutage in den Postfächern landen, ist es eigentlich notwendig eine Vorauslese treffen zu können. Sowohl vor dem Lesen der Mails auch im Umgang mit ihnen. Als äußerst hilfreich haben sich da m.E. diese angloamerikanischen Abkürzungen in der Betreffzeile erwiesen. Insebsondere die Kürzel “NRN” (No Reply Needed”) und “NWR” (Not Work Related”) dürften recht nützlich sein.
blogfuerst 26. März 2010
CARTA hat einen informativen und umfangreichen Artikel von Prof. Dr. Bernd Holznagel veröffentlicht, der im Ergebnis für die Einführung des “Must-carry-Prinzip” aus dem Rundfunkrecht plädiert, um damit der Netzneutralität genüge zu tun.
Falls ich Holznagel richtig verstanden habe, dann plädiert er quasi für eine Provider-Pflicht auf “Grundversorgung” mit bestimmten Inhalten. Den Ansatz halte ich für nicht praktikabel, da er verkennt, dass die Datenströme im Internet nicht nach “Inhalten” getrennt werden können, sondern allenfalls nach Protokollschichten (außer man nutzt Deep-Packet-Inspection). Irgendwie klingt das ein bisschen so, wie wenn einmal mehr Regelungen der analogen (Rundfunkfrequenz-)Welt der digitalen übergestülpt werden sollen.
Allerdings stimme ich Holznagel in einem Punkt zu: Netzneutralität darf nicht Den ganzen Beitrag lesen »
blogfuerst 27. Februar 2010
8,8 ist nahe an der Grenze zur totalen Apokalypse. Das stärkste jemals registrierte Erdbeben der Welt in der gleichen Region Chiles (9,5) riss den Erdboden auf wie im Film “2012″ und verschluckte Menschen für immer. Da ist es kaum verwunderlich, dass neben der Stromversorgung auch weite Teile der Telefonverbindungen zusammenbrachen. Zumindest den ganzen Samstag über waren viele Verbindungen in die weniger stark betroffene Hauptstadt Santiago noch unerreichbar. Auch die meisten in Santiago gehosteten Webauftritte waren nicht erreichbar (den Serverfarmen fehlte ja auch die Energie). Und trotzdem – dort wo der Strom nicht ausfiel ging auch das Internet. Das belegen die vielen Twitter-Meldungen. Das bislang dem “plain old telephone Service” in puncto Zuverlässigkeit unterlegene VoIP hat hier jedoch seine Überlegenheit durch seine strukturbedingte Redundanz voll ausleben können. In Sorge um die Unversehrheit der eigenen Verwandten, die telefonisch nicht erreicht werden konnten hat hier Skype (VoIP) Abhilfe geschaffen. Das zeigt, das einst von der DARPA geplante unkaputtbare Internet, das selbst einen Atomkrieg überstehen sollte, funktioniert auch in solchen Apokalypse-ähnlichen Szenarien. Allerdings auch nur solange seine freie, grenzenlose und unzensierte Natur garantiert ist. Konservative und Etatisten auf der ganzen Welt versuchen leider weiter die Freiheit des Internets abzuschaffen bzw so weit einzuschränken, dass es nicht mehr bleiben soll als gut “überwachbare” Telefonleitungen.
blogfuerst 17. Dezember 2009
Wie heise berichtet, hat der Google-Dienst “reCaptcha” einige Schwachstellen, durch die automatische Skripte von Spammern die Captchas entschlüsseln könnten, um so massenhaft Spam-Mailkonten erzeugen zu können. Wenn diese Spammer-Skripte oder Botnetze mittlerweile derart weit entwickelt sind, dass sie bessere Erkennungsraten als teure OCR-Software haben, dann sollte man diese Skripte doch – zur Abwechslung – mal für was gutes verwenden. Nämlich der Nutzung als quelloffene OCR-Anwendung oder sowas. Damit könnte man dann unabhängig von “reCaptcha” z.B. auch in anderen Ländern große Mengen an eingescannten Werken digitalisieren. Das wäre doch mal nett, wenn man von Kriminellen programmierte Skripte derart umfunktionieren könnte, oder?
blogfuerst 4. November 2009
Dass die Manipulation des Wetters bereits so weit fortgeschritten ist, dass die Chinesen dafür ein eigenes Amt haben, überrascht mich sehr. Irgendwie dachte ich bislang, dass Wettermanipulationen aufwendig und unbezahlbar seien. Offenbar scheinen die Chinesen nicht mehr sehr weit von “Risa” entfernt zu sein.
blogfuerst 27. Oktober 2009
Beim Blick in die Kommentarliste, bin ich gestern ziemlich erschrocken. Über 100 Spam-Kommentare sind binnen eines Tages eingegangen. Antispam Bee hat die zwar alle zuverlässig rausgefiltert. Aber die große Anzahl wundert mich sehr. Schließlich hab ich seit einiger Zeit captchas vor die Kommentarfunktion geschaltet. Und die große Anzahl an identischen Spam-Kommentaren spricht klar für eine automatisierte Vorgehensweise. Wobei diese ja eigentlich duch captchas ausgeschlossen sein sollte. Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Woran könnte das liegen?
blogfuerst 30. September 2009
Auf der Seite natuerlich-klag-ich.de werden die Gerichtsverfahren aufgeführt, die bundesweit gegen die schwachsinnige Rundfunkgebührenpflicht für Internet-PCs geführt werden und bereits geführt wurden.
Der Betreiber dieser Seite hat sich nun sogar ein rechtskräftiges Urteil in zweiter Instanz erstritten. Bereits in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden siegte der Kläger über GEZ/HR. Der HR stellte einen Antrag auf Zulassung der Berufung und scheiterte damit überraschend. Dieser “Nichtzulassungsbeschluss” führt dazu, dass das erstinstanzliche Urteil nunmehr rechtskräftig wird. Der Kläger muss also die geforderte Rundfunkgebührenpflicht endgültig(!) nicht zahlen. Die bereits gezahlten Gebühren kann er nunmher sogar zurückverlangen. Allerdings bezweifle ich, dass der HR dies freiwillig tun wird. Hier müsste wohl ein zweites Mal geklagt werden. Leider Den ganzen Beitrag lesen »
blogfuerst 21. August 2009
blogfuerst 13. Juli 2009
Ganz 104 Spam-Kommentare hat Anti-Spam-Bee innerhalb der letzten Nacht herausgefischt. Eine solche Kommentarspam-Lawine hatte ich bislang noch nie. Sonst werden pro Tag höchstens 3-7 Spamkommentare abgefangen. Ist eine solche Welle bei dem ein oder anderen Blogger auch eingeschlagen? Nachdem ich die nächsten 5 Minuten damit verbringen werde die Spamkommentare auf Fehlalarme durchzusehen, werde ich mir überlegen, ob ich nicht doch besser auf captchas umstellen sollte.
update:
Da auch heute der Spam-Strom nicht abreißt hab ich jetzt doch reCAPTCHA installiert. Das möchte ich jedem WordPress-Blogger auch empfehlen. Die Installtion erfolgt bequem über die Plug-in-Seite. Man muss sich anschließend nur noch bei reCAPTCHA registrieren und die keys eintragen – und feddich.
blogfuerst 19. Juni 2009
Die Verfassungsbeschwerden gegen den neu eingeführten “Hackerparagrahphen” § 202c StGB sind vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. In erster Linie aus formalen Gründen, da die Beschwerdeführer nicht ausreichend “betroffen” waren von der neuen Strafvorschrift. Darüber hinaus hat das Bundesverfassungsgericht die arg interpretierbedürftige Vorschrift aber auch in zwei Punkten präsiziert.
Zum einen hat es die sogenannten “dual-use-tools” komplett vom Anwendungsbereich des § 202c StGB ausgenommen. Also solche Tools und Programme, die für legale als auch für illegale Zwecke eingesetzt werden können. Zwar bleibt eine Strafbarkeit bei Nutzung dieser Tools bestehen, wenn man sie in böswilliger Absicht einsetzt. Der Vorsatz einer solchen Absicht ist aber praktisch nicht beweisbar, da sich der Verwender ja zu Recht darauf berufen kann, ein entsprechendes Tool für legale einsetzen zu wollen.
Zum anderen hat es die Verwendung von Tools erlaubt, die ausschließlich “schädlichen” Charakter haben, solange sie nur intern benutzt werden. Das bedeutet für einen Programmierer, der einen schädlichen Trojaner programmiert um die Sicherheit bestimmter Netzwerke zu testen, dass dies zunächst rechtmäßig ist. Sobald er diesen Trojaner aber einem größeren kaum noch kontrollierbaren Personenkreis zur Verfügung stellt, macht er sich strafbar. Die “Herstellung” von Schadsoftware ist also nur dann strafbar, wenn man damit auch wirklich – und nachgewiesenermaßen – etwas illegales anstellen möchte.
blogfuerst 17. Juni 2009
Die Konsequenzen von fefes Kommentar zur SPD (“Verräterpartei”) haben mich auf die Idee gebracht, dass man das eigentlich noch ausbauen kann. Indem alle Beteiligten der “Internet-Community” künftig in all ihren Beiträgen wo SPD oder CDU/CSU erwähnt werden, immer auch die Bezeichnung Verräter/Verräterpartei der SPD anfügen und die Bezeichnung schwarze Pest der CDU/CSU anhängen. Entsprechende regelmäßige Verlinkung bei diesen Begriffen wäre natürlich empfehlenswert.
Insoweit rufe ich einfach mal spontan alle Blogger und Netzpublizisten dazu auf, dies in ihren Beiträgen künftig zu berücksichtigen, damit bei Google dauerhaft SPD bzw. Union erscheinen, wenn man Verräter(-partei) bzw. schwarze Pest eingibt. Aufgrund der sachlichen Zusammenhänge würde derartiges auch nicht als Googlebomb qualifiziert werden und so – hoffentlich – dauerhaft bei Google gelistet werden. Vielleicht begreift dann der ein oder andere Volkszertreter im Bundestag, wie mächtig die Internet-Community ist und hört auf diese zu ignorieren.
blogfuerst 27. April 2009
Wie ja hier bereits aufgezeigt, drohen mit den geplanten Netzsperren auch Hausdurchsuchungen bei jedem einzelnen Internet-Nutzer in Deutschland, der sich außerhalb der einschlägigen Webseiten der geliebten Bundesregierung bewegt. Deshalb rate ich jedem möglichst schnell (am besten gleich nach Lesen dieses Beitrages) seine DNS-Konfiguration dahingehend umzustellen. Neben dem Vorteil, dass man damit der Überwachung durch das BKA entgeht, hat es auch den Effekt, dass man zensierte Webseiten besuchen kann und damit die Netzsperren einfach umgeht.
Das einzige was man dazu benötigt sind 2 neue DNS-Adressen, von vertrauenswürdigen DNS-Servern, die von Bürgerrechtsorganisationen wie CCC oder German Privacy Foundation e.V gehostet werden. Eine Liste der verfügbaren DNS-Adressen findet man hier. Anleitungen für den PC-Laien, wie man die DNS-Konfiguration umstellt findet man hier. Ein 27-sekündiges Anschauungsvideo gibts hier.
blogfuerst 26. April 2009
Das Wiedergutmachungsgeschenk von T-Mobile für den Netzausfall am Mittwoch, heute für alle Nutzer den SMS-Versand kostenlos anzubieten, hat mich nicht interessiert, da ich mein monatliches SMS-Freikontigent sowie nicht mal annähernd ausschöpfen kann.
Ein paar ganz Schlaue haben sich dabei aber wohl gedacht, dass sie ihr Handy heute in ein live-Twitter-Medium verwandeln. Anders kann ich mir die SMSen nicht erklären, die ich im Twitterstil erhalte, wo alle halbe Stunde ein Freund von mir seinen Gemütszustand seinem gesamten Telefonbuch mitteilt.
Jetzt hab ich mein Handy auf lautlos. Danke, T-Mobile für dieses wahnsinnig tolle Wiedergutmachungsgeschenk…
blogfuerst 7. März 2009
Unter dieser Überschrift könnte man bestimmt die ein oder andere Bild-Schlagzeile stellen, bei der gegen irgendwelche Leute Hetzkampagnen losgetreten werden, die zu einer schweren Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Betroffenen führen könnten. In diesem konkreten Fall wurde ebenfalls die Menschenwürde vermeintlich verletzt. Die Zeitschrift PC-Welt hatte über 15 illegale Hacker-Tools berichtet und deren Funktionsweise dargestellt. Ein solcher Bericht hat für IT-Beauftragte, die sich mit der Abwehr von Hacking beschäftigten durchaus einen sicherheitssteigernden Effekt. Den ganzen Beitrag lesen »
blogfuerst 3. März 2009
Wie nicht anders zu erwarten, hat das Bundesverfassungsgericht die bei der letzten Bundestagswahl eingesetzten Wahlcomputer für verfassungswidrig erklärt. Davon betroffen sind natürlich nicht nur die technisch völlig veralteten Geräte von Nedap, sondern im Prinzip alle Wahlmaschinen, bei der der Wähler die Zählung seiner abgegebenen Stimme nicht selbst kontrollieren könne. Das bedeutet, dass auch der Einsatz einer technisch noch so ausgefeilten Open-Source-Software ausscheidet. Selbstredend schließt dieses Urteil auch jeden Einsatz von I-Voting aus – also “Internet-Wahlen”. Den ganzen Beitrag lesen »
blogfuerst 26. Februar 2009
Mit eyePlorer steht eine Suchmaschine bzw. Wissensdatenbank in den Startlöchern, die in meinen Augen einen ziemlich innovativen Ansatz bietet. Die Suchergebnisse werden nicht wie üblich untereinander in Textform dargestellt, sondern grafisch gewissermaßen auf einem Tortenboden mit einzelnen Tortenstückchen, die den Suchbegriff in einem jeweils separaten Sinnzusammenhang darstellen. So wird bei der Eingabe von “Einstein” in einzelnen Tortenstücken z.B. jeweils Ulm, Physik und Judentum dargestellt. Man erhält direkt Informationen zu dem entsprechenden Suchergebnis und kann auch bei Bedarf den Links folgen. Die Anzahl der Ergebnisse ist noch sehr dürftig, was aber wohl daran liegt, dass sich dieses Projekt noch in den Kinderschuhen befindet. Einzig die notwendige Aktivierung von Javascript ist nicht besonders begrüßenswert. Die Idee bietet mit Sicherheit mehr Potential um auch als echte Suchmaschine fungieren zu können. Wenn man etwas sucht, ist es ja extrem hiflreich, wenn man die Suche mit einem Klick auf ein bestimmten Sinnzusammenhang beschränken kann. Dann könnte man ja weitere Unter-Gruppen bilden. Naja, vielleicht machen die Jungs das auch noch.