Kategorie: Politik

Kostenloses Girokonto: keine Umstellung ohne Zustimmung

Das Landgericht Mönchengladbach hat ein Urteil zugunsten des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) gefällt – rechtskräftig ist es aber noch nicht.

Es scheint einen Trend hin zu kostenpflichtigen Girokonten zu geben – das zumindest hat Die Welt vor einigen Wochen festgestellt. Nun allerdings hat das Landgericht Mönchengladbach auch eine Feststellung getroffen. Nämlich: Bestehende Gratiskonten dürfen nicht einfach so, ohne Zustimmung des Kunden umgestellt werden. Das Landgericht gab mit seiner Entscheidung (Aktenzeichen 8 O 62/12) dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) Recht, der gegen die Santander Consumer Bank geklagt hatte. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Im Kern ging es darum, dass die Bank ihren Kunden schriftlich mitgeteilt hatte, sie werde das bestehende kostenlose Kontomodell „Giro4Free“ in das Premium-Konto-Modell „GiroStar“ umwandeln. Die Kontoführung sollte in den ersten zwölf Monaten kostenfrei bleiben, danach sollten monatlich 5,99 Euro als Kontoführungsentgelt anfallen. Wer nicht einverstanden sei, könne innerhalb von acht Wochen Widerspruch einlegen. Gerade bei dem sensiblen Thema des eigenen Girokontos kann ein stöbern durch Angebote auf kostenloser Basis und ein regelmäßiger Wechsel verschiedener Anbieter oft sehr lohnenswert sein.

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