Selbst der Papst findet mal ein Korn
blogfuerst 8. Juli 2009
Angesichts der umfangreichen Kritik am Liberalismus in seiner jüngsten Sozialenzyklika hat Papst Benedikt eine volle Breitseite gegen die Marktwirtschaft abgegeben. Vieles was er damit kritisiert finde ich so nicht zutreffend. Allerdings trifft Benedikt in Sachen “geistiges Eigentum” unerwartet den Nagel auf den Kopf:
“Es gibt übertriebene Formen des Wissensschutzes seitens der reichen Länder durch eine zu strenge Anwendung des Rechtes auf geistiges Eigentum, speziell im medizinischen Bereich”, gibt der Papst den Gipfelteilnehmern mit auf den Weg und sprach sich insgesamt für ein gerechteres Wirtschaften aus.”
Diese Einsicht ist insoweit erstaunlich, da der Vatikan selbst sogar rückwirkend auf sein “geistiges Eigentum” pocht, um damit Kasse zu machen. Vielleicht ist das ja aber auch der Auftakt eines Umdenkens in Rom. Denn wenn selbst die stock-konservative und völlig reformresistente katholische Kirche die Irrwege des sogenannten “geistigen Eigentums” erkennt, besteht noch Hoffnung, dass bei den nicht ganz so konservativen Politikern hierzulande der Zug noch nicht endgültig abgefahren ist… oder?



