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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

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Trojaner als Totschläger

blogfuerst 22. August 2010

Überraschende Erkenntnis im Fall des Spanair-Absturzes auf dem Madrider Flughafen. Der Absturz wurde bekanntermaßen aufgrund eines defekten Flugzeugteiles verursacht. Wie jetzt bekannt wurde, wäre dieser Defekt unter normalen Umständen vom zentralen Wartungsrechner der Fluggesellschaft rechtzeitig erkannt worden und entsprechende Reparaturmaßnahmen wären eingeleitet worden, die den Absturz mit großer Wahrscheinlichkeit verhindert hätten. Genau dies hat offenbar ein Trojaner, der sich auf diesem Wartungsrechner befand verhindert. Damit dürfte ein Computervirus nun die ersten Todesopfer verursacht haben. Das ist einerseits beunruhigend – andererseits aber auch vielleicht der Beginn einer neuen Ära im Bereich der “Cyberkriminalität”. Bislang waren die Müriaden an Trojanern, PC-Viren und Schadsoftware auf den PCs der Welt fast ausschließlich ein Problem der IT-Industrie. Netzbetreiber und Antiviren-Hersteller haben bislang international alleine den Kampf gegen Spam, Trojaner und Phishing-Seiten betrieben, während die Strafverfolgungsbehörden sich darum keinen Deut gekümmert haben. Alle 10 Jahre wird höchstens mal ein Spammer polizeilich ermittelt und angeklagt. Das liegt zum einen natürlich daran, dass die staatlichen Ermittlungsbehörden überhaupt keine Fachkompetenz besitzen, um Schadsoftware-Urheber zu ermitteln. Zum anderen aber auch daran, dass sie bislang kein Interesse daran hatten. Ihnen war es viel wichtiger all ihre spärlichen IT-Ressourcen dafür zu verwenden Pornographie-Sperrlisten zu erstellen und sogar selbst Schadsoftware zu entwickeln, um sie einzusetzen.

Es wäre nun an der Zeit Herrn Ziercke und Co. mal zu erklären, dass Trojaner Menschenleben gefährden und man daher dessen Urheber jagen sollte statt hochgeheime Listen von illegalen Webseiten zu erstellen und in der Welt herumzutelefonieren, damit das Bild x vom Server y verschwindet.

Wenn man das BKA dazu verpflichten könnte Spammern und Schadsoftware-Betreibern hinterherzujagen, dann würden die sich ausnahmsweise mal nützlich machen und hätten dann auch keine Zeit um KiPo-Listen zu promoten oder selbst Bundestrojaner zu entwickeln.

 

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