Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Nationalismus und Grüne Pinkler

blogfuerst 22. Juni 2010

Die Grüne Jugend (Jugendorganisation der GrünInnen) hat sich einmal mehr selbst übertroffen mit dem Aufruf zu einer Demo gegen die WM-Fahnen. Die schwarz-rot-goldenen Fähnchen seien ein Symbol von Nationalismus. Offenbar leben Mitglieder der Grünen Jugend vom Rest der Gesellschaft abgeschottet, sonst würden sie der überwältigenden Mehrheit der WM-Fans nicht derartiges unterstellen.

Diesen Beißreflex hat mattwagner in seinem Blog ganz hervorragend seziert:

Kaum geht die WM los, schwenken die Fans Flaggen in den deutschen Landesfarben und fahren sie an Autofenstern spazieren. Und kaum passiert das, kriegen manche Linke einen automatischen Beißreflex [...] Sie zeigen damit allerdings nur, wie verknöchert sie inzwischen sind. Sie sind selbst längst – auch wenn sie jung sind – zu Ewiggestrigen geworden, die gar nicht mehr merken, wie gegenstandslos ihr Eifer längst ist, wie grandios er ins Leere läuft. [...] Doch was damals der Verschleierung der eigenen Vergangenheit diente, ist im Lauf der vergangenen drei, vier Jahrzehnte – oh Wunder – zum Symbol der längsten Phase parlamentarischer Demokratie in der deutschen Geschichte geworden. Wer heutzutage Schwarz-Rot-Gold schwenkt, huldigt damit – sofern er es überhaupt politisch meint – höchstens den Adenauers, Erhards, Schmidts und Merkels, ob er sie nun gewählt hat oder nicht. Er zeigt damit demokratische Gesinnung – also das, was den Neonazis so immens zuwider ist. Deshalb sieht man auf Demos der Rechten auch niemals Schwarz-Rot-Gold, sondern immer nur Schwarz-Weiß-Rot, natürlich ohne Hakenkreuz, man will ja nicht in den demokratischen Knast … Wenn die verknöcherte Linke sich nun aufregt über das Herzeigen eines demokratischen Symbols, zeigt sie damit nur, wie wenig sie die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland begriffen hat und wie sehr sie noch in den Denkmustern der APO steckengeblieben ist. [...] Und gerade deshalb ist es geradezu tragisch, wie jene, die sich einst zurecht als fortschrittlich betrachteten, plötzlich zu Ewiggestrigen werden; zu Linken, deren politisches Lebenselixier offensichtlich die Schimäre eines Nationalismus ist, die sie weiter aufrechterhalten müssen, um selbst nicht unterzugehen. Diese Ewiggestrigen brauchen die Nazis – oder zumindest etwas, das sie für naziähnlich halten; und sie brauchen bedingungslos die Illusion, Schwarz-Rot-Gold sei automatisch naziähnlich. Sie brauchen diese Lebenslüge, um ihre eigene Existenz weiter rechtfertigen zu können. Deshalb ist die Realität ihr größter Feind. Die Realität, die da lautet:
a) Die schwarz-rot-goldene Fahne steht für Demokratie, nicht für Nationalismus.
b) Jene, die momentan die Fahne schwenken, meinen nicht mal einen demokratischen Nationalstaat, sie meinen eine Fußballmannschaft.
Diese Mannschaft ist übrigens längst geprägt von einer bunten Palette von Einwandererkindern, für deren Integration und Deutungshoheit die APO in den 60ern leidenschaftlich auf die Barrikaden gegangen wäre. Fast die Hälfte des aktuellen Kaders besteht nämlich aus Spielern, von denen mindestens ein Elternteil nicht aus Deutschland stammt, sondern aus:
Polen (Klose, Podolski, Trochowski), Türkei (Özil, Taşçı), Spanien (Gomez), Brasilien (Cacau), Tunesien (Khedira), Ghana (Boateng), Bosnien und Herzegowina (Marin) oder Nigeria (Aogo).
Den organischen Zusammenhang von schwarz-rot-goldener Fahne, parlamentarischer Demokratie und multikultureller Integration wollen die Ewiggestrigen allerdings nicht begreifen. Auch nicht, dass jene, die momentan Flaggen schwenken, längst eine angenehm ironische Distanz zu diesem Symbol haben. Sogar die despektierliche Kurzform „Schland“ für Deutschland ist längst okkupiert, ironisiert und so mit einem nachsichtigen Lächeln eingemeindet worden. Und würde ein echter Nationalist seinem Dackel (oder was immer das ist) dieses lächerliche schwarz-rot-goldene Halsband umschnallen? Deshalb eine Bitte an die Pawlow’schen Hunde: Kämpft gern gegen die Nazis – aber bitte nicht gegen jene, die das Symbol parlamentarischer Demokratie zur Unterstützung eines Fußballteams „missbrauchen“, welches auch noch auf bestmögliche Weise Aggressionen sublimiert, die früher nur auf dem Schlachtfeld abzubauen waren.

Dem wäre nur hinzuzufügen, dass allein die geforderte Abschaffung des § 90a StGB unterstütztenswert wäre. Allerdings aus ganz anderen Gründen. Nicht um den Schutz irgendeines vermeintlichen Nationalismus zu beseitigen, sondern einfach um der Freiheit willen. Nämlich, dass der eine schwarz-rot-gold huldigen darf wie er will – während der andere aber genauso schwarz-rot-gold bepinkeln dürfen soll. Das entspräche meinem Verständnis eines echten freiheitlichen Staates.

 

5 Reaktionen zu “Nationalismus und Grüne Pinkler”

  1. dnfyngngam 22. Juni 2010 um 22:53 Uhr

    lies dir mal lieber die kommentare dazu durch als das einfach unkritisch zu übernehmen.
    die theorie dass eine nationalmannschaft einfach nur ein ganz normaler fussballverein ist wurde da sehr gründlich widerlegt

  2. blogfuerstam 22. Juni 2010 um 23:34 Uhr

    Da wurde überhaupt nichts widerlegt. Was der Autor da verbreitet ist nichts anderes als an den Haaren herbeigezogene Küchenpsychologie, garniert mit den Äußerungen einzelner Spinner, die dann einfach auf 80 Mio. hochgerechnet werden.

    Auf sowas kann nur jemand kommen, dessen soziale Kontakte sich vollständig auf eine ganz kleine gesellschaftliche Randgruppe beschränken. Das ist ungefähr so, wie wenn einer vom Ausland schreibt, obwohl er das eigene Land noch nie verlassen hat.

  3. dnfyngngam 23. Juni 2010 um 07:43 Uhr

    da muss ich dir natürlich recht geben , so linke spinner haben absolut keinerlei ahnung von der wahren deutschen volksseele.
    die hast nur du mit deinen 80 mio persönlichen kontakten.

  4. Internetausdruckeram 24. Juni 2010 um 13:15 Uhr

    Wie immer muss ich meinen Senf auch dazu abgeben ;-)

    Das Problem der Grünen Jugend ist der überzogene Anspruch an Theorie. Sie zitieren Adorno, als hätten dessen Aussagen den Status ewiger Wahrheit. Sodann entfalten sie einen sozialwissenschaftlichen Diskurs, um daraufhin felsenfest ihre These vom Nationalismus zu behaupten.

    Theorien sind aber lediglich Modelle, komplexitätsreduzierte Erkenntnisinstrumente, sie sind nicht die Welt selbst. Sie sind auch keine Abbildung der Welt. Sie machen allenfalls einen Teil der Welt sichtbar, falls überhaupt.

    Leider halten manche Milieus solche Theorien für die “heilige Schrift” und nehmen sie zu wörtlich.

    Ich persönlich erheben den Anspruch, ganz real und nicht theoretisch ein Nicht-Nationalist und dennoch Anhänger der deutschen Elf zu sein. Geht alles. Dass es im Kontext des Fußballs Nationalismus gibt, ist damit nicht widerlegt. Aber das billige Pauschalurteil schon.
    Insgesamt müsste das Pathos aus dem Sport wieder verschwinden. Sowohl die neue deutsche Begeisterung an sich selbst als auch die Furcht vor dem Nationalismus haben mit Fußball nichts zu tun. Fußballfans sind letztlich Opportunisten. Sie buhen schnell mal ihre Helden aus, wenn die versagen. Man darf den Sport daher nicht mit Pathos und Ernst belasten.

  5. Blog Fürst » faschistoide Linkeam 26. Juni 2010 um 11:30 Uhr

    [...] diesem Beitrag wurde ja bereits die Absurdität der peinlichen Demonstration der Grünen Jugend gegen die [...]

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

 

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: