Löschen als Vandalismus
blogfuerst 23. April 2010
SPON berichtet mal wieder über einen bizarren Streit in der wikipedia und zitiert dabei die Koryphäe Elisabeth Bauer:
Es gibt viele Grundsatzdebatten heute, zum Beispiel über die Frage nach der Relevanz. Ende vergangenen Jahres stritten sich Inklusionisten, die möglichst jedes Thema für Wikipedia-würdig halten, mit Exklusionisten, die stark einschränken möchten, worüber geschrieben werden soll. Der Streit entzündete sich an einem Verein “Missbrauchsopfer gegen Internet-Sperren” (Mogis), dem ein eigener Eintrag verwehrt wurde, die Debatte schaffte es bis in die Medien.
Elisabeth Bauer hält diese Debatte für künstlich. Sie sagt, es müsse eher darum gehen: Wie viele Artikel können wir auf einem vernünftigen Niveau halten? Wie können wir sie gegen Vandalen und Pressestellen verteidigen? Für sie geht es nicht um Relevanz. Es geht darum, dass man einen unvollkommenen, zu kurzen Artikel eines Neulings nicht einfach weglöscht und ihn auch noch anschnauzt. Auch das sei eine Art Vandalismus, sagt sie. Ein Neuling, der so aggressiv begrüßt werde, schreibe nie mehr. Das Projekt sei aber auf neue freiwillige Mitarbeiter angewiesen.
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