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Wetter oder Klima ?

blogfuerst 4. März 2010

Es wurde in den Kommentaren zu entsprechenden Artikeln vereinzelt moniert, dass ich völlig unsachlich gegen die – derzeit noch – herrschende Ansicht der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung polemisiere. Letzteren Vorwurf lasse ich gelten (siehe Disclaimer). Den Vorwurf der Unsachlichkeit allerdings nicht. Ich habe nämlich hier bereits ausführlich zu den wissenschaftlichen Grundannahmen Stellung bezogen.

Darüber hinaus bin ich doch sehr verwundert über die Argumentationslinie der Klimawandel-Anhänger. Wenn ich wie hier angesichts des Rekord-Winters etwas satirisch fordere, die versprochene Klimaerwärmung möge doch bitte endlich mal kommen, weil es so kalt ist – wird entgegnet: “Das ist das Wetter. Das hat nichts mit dem Klima zu tun.” Wenn es also mal mehrere Monate konstant eisekalt ist, dann liegt das bloß am Wetter. Wenn es aber im Sommer mal mehrere Wochen heiß ist, dann ist das die Klimaerwärmung. Hmmm…. das ist eine leicht inkonsequente Argumentationslinie, wenn ich das mal anmerken darf.

Der Wissenschaftler und Publizist Günter Keil hat die kritischen Stimmen zur Klimaerwärmung mal zusammengetragen:

So wurde die Oregon-Petition gegen das Kioto-Protokoll und die IPCC-Theorie von über 32.000 US-Wissenschaftlern unterzeichnet. […] Im Februar 2008 fand in Düsseldorf eine Tagung statt, bei der deutsche Wissenschaftler massive Kritik an der IPCC-Theorie und an der deutschen Klimapolitik übten. Im Folgemonat fand in New York der dreitägige Wissenschaftskongress „2008 Internationale Konferenz zum Klimawandel“ mit 500 Teilnehmern statt. Im Ergebnis entstand die „Manhattan-Deklaration“, in der die Aussagen des IPCC über den Klimawandel abgelehnt werden.

Indien veröffentlichte derweil einen kritischen Bericht über die Verbreitung von Angst vor einer Erderwärmung. Und vom 33. Internationalen Geologiekongress, der im August 2008 in Oslo stattfand, wurde berichtet, dass etwa zwei Drittel aller Vortragenden und Diskutanten dem IPCC und der Fokussierung auf den menschengemachten Klimawandel „feindselig und ablehnend“ gegenüberstanden. Eine Umfrage unter kanadischen Wissenschaftlern ergab, dass 68 Prozent der Einschätzung widersprachen, die Forschung sei sich zum Klimawandel einig. Eine Umfrage der japanischen Geoforschungs-Union anlässlich eines Symposiums zeigte vielmehr, „dass 90 Prozent der Teilnehmer den IPCC-Berichten nicht glauben“. Mehr als 700 internationale Wissenschaftler haben im Dezember 2008 dem US-Senat in einem „Minority Report“ die Unrichtigkeit der IPCC-Prognosen dargelegt und den behaupteten Wissenschaftler-Konsens bestritten. Die Initiative folgte dem „Minority Report“ vom Dezember 2007, den 400 Wissenschaftler unterzeichnet hatten.

Die Kritikwelle setzte sich auch 2009 fort: Im Februar legten Forscher der Japanischen Gesellschaft für Energie und Ressourcen (JSER) – das höchste wissenschaftliche Beratergremium auf dem Gebiet des Klimawandels – einen äußerst kritischen Bericht über die IPCC-Hypothesen vor, die in allen wesentlichen Punkten als widersprüchlich und falsch bezeichnet wurden. […] Im April 2009 veröffentlichte die polnische Akademie der Wissenschaften ein Dokument, in dem das Konzept der menschenverursachten globalen Erwärmung kritisiert wird. Im Mai beschloss die Versammlung der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS), ihre bisherige Stellungnahme zur Klimafrage zu revidieren und ein hochrangiges Unterkomitee einzurichten. Die Entscheidung fiel, nachdem eine Gruppe von 54 Physikern dem APS-Vorstand geschrieben hatte, dass „gemessene oder rekonstruierte Temperaturverläufe zeigen, dass die Veränderungen im 20. und 21. Jahrhundert weder ungewöhnlich noch dauerhaft sind und dass historische und geologische Aufzeichnungen viele wärmere Perioden als heute zeigen“.

Auch die Klimapolitik hat ihren Ursprung – wie sollte es anders sein – in finanziellen Interessen wie Sonja Margolina auf welt-online schreibt:

Darüber hinaus berichtete der “Daily Telegraph” am 13. Dezember 2009 über lukrative Wirtschaftsaktivitäten von Rajendra Pachauri, dem UN-Beamten und Chef des Weltklimarats. “Dr. Pachauri hat ein erstaunliches weltweites Portfolio aufgebaut mit Geschäftsinteressen und milliardenschweren Investitionen, deren Erfolg von Empfehlungen des IPCC abhängt”, heißt es. Er sei als Berater bei Risikokapitalfirmen im Bereich erneuerbarer Energien und großen, weltweit operierenden Versicherungsgesellschaften und Banken tätig.

und bezüglich der medialen Wahrnehmung schreibt sie weiter:

Der eigentliche Skandal der jahrzehntelangen “Klimadebatte” liegt nicht in den Ungereimtheiten des Weltklimarats, sondern im Versagen der medialen Öffentlichkeit. Unkritisch, ignorant und selbstgerecht ergreifen sie Partei für die allein selig machende Wahrheit der “Meteorologen” und betreiben das Angstgeschäft mit schaurigen Überflutungsszenarien.

 

3 Reaktionen zu “Wetter oder Klima ?”

  1. Tharbenam 6. März 2010 um 17:59 Uhr

    Zu diesem Günter Keil habe ich trotz längerer Google-Recherche keine eindeutigen Referenzen finden können, außer diejenigen, die er selber angibt. Hast du da etwas finden können? Die Welt? Und dann noch online? Ich bitte dich.

  2. blogfuerstam 7. März 2010 um 13:01 Uhr

    In dem Zitat ging es eigentlich nicht darum, wer der Autor ist, sondern um die mitgeteilten Fakten – also der Tatsache, dass die anthropogene Klimaerwärmung alles andere als die herrschende wissenschaftliche Ansicht ist.
    Und der welt-Kommentar hat mir einfach gut gefallen. Die Kenntlichmachung als Zitat erfolgt ausserdem auch aus rechtlichen Gründen.

  3. Tharbenam 7. März 2010 um 14:08 Uhr

    Bevor ich die Quellen von Günter Keil nachlese, schau ich erstmal, was das für ein Mann ist, und sei es nur, weil ich nicht die Zeit in das Nachlesen der Quellen investieren möchte. Vielleicht ist Günter Keil ein Freund des Datenschutzes, jedenfalls konnte ich keinerlei Referenzen über den Mann finden. Ich will dem Herrn Keil nichts unterstellen. Man beachte aber, dass es gerade in diesem Bereich auch sehr viele Faktenverdreher und Scharlatane gibt, die auf subtile Weise arbeiten. Durch entsprechende Vorträge und Veröffentlichungen lässt sich immerhin gutes Geld verdienen. Natürlich gibt es nicht die oft beschworene deutsche Pressevielfalt, aber die Welt, die für mich als sehr konservativ-wirtschaftsnahe Publikation zählt, halte ich nicht für eine seriöse Quelle, und schon gar nicht bei diesem Thema. SZ, Zeit, teils FAZ, teils taz, okay, darüber ließe sich reden. Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außerordentlich gute Belege.

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