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padeluun doch Flachpfeife ?

blogfuerst 14. März 2010

Viele haben wahrscheinlich mitbekommen, dass Wolfgang Bosbach (innenpolitischer Dummschwätzer der CDU) nach dem gemeinsamen Auftritt in der Sendung Markus Lanz von “padeluun” diesen als “Flachpfeife” bezeichnet hatte. Darüber gab es viel Gelächter in der Bloggerszene.

Quelle: wikipedia ("padeluun")

Mich hat beim Betrachten dieser Sendung etwas ganz anderes stutzig gemacht. Nämlich die Tatsache, dass der Netzaktivist und Künstler “padeluun” lediglich mit seinem Künstlernamen vorgestellt wurde. Jemand der bereit ist, in einem quotenträchtigen Sender öffentlich als Diskussionsteilnehmer aufzutreten, sollte nach meinem Dafürhalten auch offen und transparent mit seiner Person umgehen. Naja, hab ich mir gedacht, der wird wohl sehr viel Wert auf seinen Künstlernamen legen. Wenn man aber mal versucht herauszufinden, wie denn “padeluun” nun mit richtigem Namen heißt, erlebt man erstaunliches. “Padeluun” ist wohl sehr bemüht seinen bürgerlichen Namen geheim zu halten. Er geht dabei sogar so weit, dass er gegen geltendes Recht verstößt, weil er beispielsweise die Impressumspflicht gem. § 10 MDStV verletzt, indem er nicht seinen Namen als verantwortliche Person nennt (Ein Künstlername erfüllt juristisch nicht die Erfodernisse des “Namens” – wegen mangelnder Ladungsfähigkeit) – So z.B. im Impressum seines Vereins “FoeBuD” . Er hat sogar der Denic erfolgreich einen falschen Namen untergejubelt, wenn man sich mal anschaut, was unter dem Admin-C seiner Domain www.padeluun.de steht. Diese Tatsache ist für die Denic bestimmt von Interesse, weil padeluun damit auch gegen die Denic-Richtlinien verstößt. Nunja, was kümmern mich die Rechtsverstöße eines Netzaktivisten? Eigentlich nichts. Weshalb ich aber darüber blogge ist die Tatsache, dass padeluun zwar seinen Klarnamen “geheim” halten will – trotzdem aber offenbar doch so gerne in der Öffentlichkeit steht, dass er sich seinen eigenen wikipedia-Eintrag hält. Und das dollste an diesem Eintrag ist, dass da früher wohl der Klarname drinne stand – dieser aber offenbar heimlich von einem wikipedia-admin wieder entfernt wurde. Und wenn jemand sich lauthals und öffentlich über geheime oder intransparente Datenpools anderer aufregt, dann soll er bitteschön auch mit seiner Person transparent umgehen. Wenn padeluun nicht will, dass sein Klarname öffentlich wird, dann sollte er halt keine PR machen. So einfach ist das. Vor diesem Hintergrund ist Bosbachs Bezeichnung für padeluun als “Flachpfeife” vielleicht gar nicht so verkehrt.

P.S.  padeluun heißt mit Klarnamen: Rainer Schäffner


 

13 Reaktionen zu “padeluun doch Flachpfeife ?”

  1. N.N.am 14. März 2010 um 18:30 Uhr

    Ich finde das zwar auch ziemlich albern, es ist aber nichts neues, daß sich Künstler Künstlernamen zulegen und diese auch in ihren Ausweisdokumenten eintragen lassen. Ob sie dann mit diesem Namen auch juristisch auftreten dürfen, weiß ich nicht (bin kein Anwalt), halte es aber durchaus für möglich.

    Daß es rechtens (wenn vielleicht auch nicht richtig) ist, hat ein Herr namens Hubertus Albers gezeigt, der dieses Recht durch die Instanzen durchgeboxt hat und gegen Wikipedia vorgegangen ist, daß sein Name nicht in dem Artikel der “Bühnenfigur” Atze Schröder auftaucht. Ich halte das für falsch, aber dann muß ich andererseits sagen: Gleiches Recht für alle.

  2. Louam 14. März 2010 um 19:55 Uhr

    Die Urteile zugunsten von Atze Schröder, wurden allesamt vom Gesinnungsgericht des Hamburger Landgerichts – dem Berliner Landgericht (einschließlich Berufungsinstanz) – gefällt. Bis zum BGH – der das wohl aufgehoben hätte, sind die nie gelangt. Insofern hatten diese Urteile keinerlei grundsätzliche Bedeutung.

  3. R. Forderlicham 14. März 2010 um 22:19 Uhr

    Sag mal, geht’s noch? Bist du jetzt unter die Denunzianten gegangen? Du kannst es ja gerne nicht gut finden, dass padeluun seinen Klarnamen geheim hält, aber ihn hier zu veröffentlichen im Wissen, dass er diesen nicht gern in der Öffentlichkeit sieht, ist echt primitiv.

  4. blogfuerstam 15. März 2010 um 01:08 Uhr

    Interessant. Wer den Klarnamen von “Atze Schröder” veröffentlicht, obwohl er das mit der Berliner Zensurkammer unterbinden ließ, dürfte in den Augen der meisten Blogger als Held gefeiert werden. Am besten noch mit wehenden Verlinkunen (Fahnen) unterstützt, während dieser abgemahnt wird oder per einstweiliger Verfügung mundtot gemacht wird. Geht es aber nun um jemanden, der selbst Teil der Blogger/Aktivenszene ist, dann ist man plötzlich ein Denunziant. Irgendwie hab ich ein Problem bei solcherlei Maßstäben.

    Ich sags nochmal: Wer seinen Namen nicht gern in der Öffentlichkeit sieht, sollte vielleicht besser nicht in eine “prime-time-Talksendung” gehen oder sonstwie versuchen sein Gesicht vor möglichst vielen Kameras zu positionieren. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hab ich grad ein Deja-Vu mit Ricardo-Cristof Remmert-Fontes….

  5. C. Boeseam 16. März 2010 um 16:36 Uhr

    http://de.wikipedia.org/wiki/Respekt
    Vllt. solltest du dir den artikel mal anschauen. Falls du lesen kannst.

  6. Internetausdruckeram 19. März 2010 um 12:37 Uhr

    Der letzte Kommentar ist bemerkenswert. Eigentlich sollte ein Konzept wie Respekt doch Allgemeinwissen sein. Jeder mit einer guten Kinderstube könnte sagen, was “Respekt” ist. Trotzdem gibt es einen link zu wikipedia. Da wird der hyperlink zur Hyper-Verlinkung. Wikipedia ist offenbar auch in Fragen des Umgangs miteinander die zentrale Referenz.

    (Lieber C.Boese, nimm das jetzt bitte nicht zu persönlich, ich möchte Dich als Person nicht angreifen)

  7. tjam 21. März 2010 um 12:15 Uhr

    Wozu sind Namen gut? Dazu, dass man einen Menschen möglichst eindeutig adressieren kann. Das ist bei padeluun der Fall. Er reagiert auf diesen Namen, er antwortet auf Mails an diese Adresse, und auch bei offizielleren Anlässen kann man ihn mit diesem Namen ansprechen. Es sind drei Silben, leicht zu merken, leicht auszusprechen, es ist kein infantiler Bubiname wie 2uPaH4x0r_1992, welchen Grund sollte ich also haben, ihn nicht so anzureden, wie er es gern möchte?

  8. [...] hier jetzt wieder wütendene Kommentare geschrieben werden, möchte ich ganz dringend empfehlen, dass sich jeder mal dieses Video mit [...]

  9. icham 30. März 2010 um 17:32 Uhr

    ne,ne enstpannt bleiben.
    Gegen die Nennung spricht nichts.

  10. Linogeam 2. Mai 2010 um 13:56 Uhr

    Das hat mich schon vor etlichen Jahren im FidoNet gewundert:

    Da wurde gleich jeder angeflamed wurde, dessen Realname auch nur den kleinsten Anlaß zu Zweifeln bot ob es denn wirklich der Realname ist. Beispielsweise hieß einer meiner Points ähnlich wie eine fiktive Person aus der Perry Rhodan Weltraumserie, und das gab immer wieder mal dumme Nachfragen, wohl auch weil ein “netter” Mitmensch sich ein paar Monate zuvor unter anderen aus P.R. stammenden Pseudonymen im FidoNet “etwas” unbeliebt gemacht hatte. Evtl. kennt ja hier jemand noch diese “Flamer Lloyd” Gechichte…

    Ein anderer FidoNet Boxbetreiber hieß Boris Becker, auch der “durfte” erstmal auf Usertreffen beweisen, daß der Name kein Fake war.

    Andererseits sülzte “Padeluun” schon damals in etliche FidoNet Areas sein (damals wirklcih extrem krudes!) Geschreibsel, ohne daß es auch nur einer der sonst so hyperaktiven Fido-Blockwarte (anders konnte man manche Vereinsmeier unter den “Funktionären” des Netzes wirklich nicht nennen) auch nur im allergeringsten für nötig hielt, da mal einzuschreiten.
    Und da waren wirklich ein paar herbe Klopper unter “Paddelhuhns” (den Spitznamen hatte er ziemlich schnell weg) Postings

  11. Horatioam 2. Februar 2011 um 17:25 Uhr

    Ich kenne padeluun und rena tangens seit jahren aus seminaren in hattingen. Solle er für den bundeskanzler kandidieren, so würde er meine stimme bekommen.
    Über die vorratsdatenspeicherung kann man geteilter meinung sei, diese meinung aber auch vernünftig vertreten.
    Bosbach ist in meinen augen ein mediengeiler politiker der wirklich nur dummes geschwätz bei kommentaren oder interviews kundtut, damt er ins fernsehen kommt.

  12. Christopham 21. Februar 2011 um 20:16 Uhr

    Interessant diese Geschichte aus dem FidoNet.. Zeigt aber, dass Kontakte nach wie vor alles sind heutzutage. Ehrlich gesagt sehe ich auch keine dringenden Gründe den Namen geheimzuhalten, schließlich steht ja er ja zu seinen Positionen und ist eben keine Witzfigur, wie Atze Schröder.
    Bei Künstlern kann ich es ja durchaus verstehen, dass sie irgendwann an einem Punkt ankommen, an dem sie mit einer von ihnen erfunden Figur abschließen wollen, einfach um ihre Ruhe vor der Boulevardpresse zu haben. Er ist für die eh viel zu uninteressant, also viel zu viel Getöse um nichts..

  13. silfram 4. Juli 2011 um 20:54 Uhr

    Was soll der Link http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Padeluun/Archiv/Archiv bezwecken, außer irgendwelche Mutmaßungen und Gerüchte zu bezwecken? Sein Klarname ist immer noch in der Versionshistorie des _Artikels_ und wurde von padeluun selber mehrmals aus dem Artikel gelöscht und nicht von einem Admin (und interressanterweise von dem wegen seiner Löschanträge bekannten Nutzer Weissbier mehrfach wieder reingeschrieben).

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