Ewiggestrige Kirche
blogfuerst 3. März 2010
Ein sehr guter Artikel der Frankfurter Rundschau analysiert die Gesprächsrunde bei “Hart aber Fair”, wo es um die Missbrauchsskandale und deren Umgang in der katholischen Kirche ging. Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke offenbarte dabei die abstrusen Vorstellungen der katholischen Kirche:
Da redet nicht einer, dem weh tut, was er gerade gehört hat, keiner der Mitgefühl hat. Da redet einer, der sich für seinen Auftritt hat munitionieren lassen und jetzt zeigen möchte, dass er zu schießen versteht. Der Bischof geht nicht auf das Opfer zu, stellt sich auf seine Seite sondern er schlägt noch einmal auf den Mann ein. Schlimmer als Jaschke hätte kein Gegner die katholische Kirche darstellen können. [...] Die Kirche behält sich das Recht vor, selbst zu entscheiden, ob ein Verdacht bestätigt oder widerlegt wird. Erst wenn er von den entsprechenden Gremien als bestätigt betrachtet wird, wird die Staatsanwaltschaft informiert. [...] Die Kirche hält es für selbstverständlich, dass sie über einen eigenen Rechtsraum verfügt. Herr Jaschke sah darin kein Problem, sondern hielt die Vorstellung – die doch Gesetz der Bundesrepublik ist -, dass Kindesmissbrauch immer der Staatsanwaltschaft gemedelt werden muss, für lächerlich.
Von “Parallelgesellschaften” redet man sonst immer nur bei Islamisten. Dabei steckt mit der katholischen Kirche eine solche Parallelgesellschaft mitten im tiefsten Herzen der bundesrepublikanischen Demokratie.
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[...] interessiert diese Leute nicht. Das ist der eigentliche Skandal. Da zeigt sich, dass diese Leute sich offenbar nicht an weltliche Gesetze gebunden fühlen. Sowas kennen wir eigentlich nur von radikalen Islamisten, die wir eigentlich alle nach [...]
Ich wiederhole mich aus aktuellem Anlass gerne: Laizismus, Kai, Laizismus!