Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Links zur Löschdiskussion

blogfuerst 20. Oktober 2009

So langsam schwappt die Diskussion über Zensur- bzw. Löschpraxis in wikipedia auch auf die Blogs über. Mittlerweile wurde sogar der Eintrag zum “AK Zensur” von einem amoklaufenden admin gelöscht, später aber wieder hergestellt. Nicht nur ich hege den Verdacht, dass sich hinter dem ein oder anderen Wikipedianer-admin ein echter Pädophiler versteckt. Zumindest bei triebtäter:

# 01:56, 19. Okt. 2009 Emes (Diskussion | Beiträge) hat „Zensursula“ gelöscht ‎ ({{löschen}} implizites Bashing einer lebenden Person, Wiederherstellung zweimal per LP abgelehnt, bitte Lemma sperren — Triebtäter (2009) 01:55, 19. Okt. 2009 (CEST) #REDIRECT [[Stasi 2.0#Protest gegen die Sperrung von Internetseiten, Spitznamenpolem)

Wobei ich nicht ganz verstehe, welches Interesse solche Leute an der Vermeidung der Zensursula-Diskussion haben. Dieser Benutzer wurde übrigens kurzzeitig gesperrt, weil er sich offenbar daneben benommen hat. Mir scheint bei wikipedia ist es ein ständiges Hauen Stechen von admins und Bürokraten u.a. - wer hat welche Mittel wem eins auszuwischen. Ich halte es für eines der größten Probleme von wikipedia, dass die Leute mit Admin-Rechten, sich hinter ihren Pseudonymen verstecken können und damit für niemanden greifbar sind. Man stelle sich einmal vor, die Encyclopaedia Britannica würde in ihrer Redaktion nur aus anonymen Leuten bestehen, deren wahre Identität niemand kennt. So eine "Obscurity" lädt ja geradezu ein damit Missbrauch zu betreiben. Wer bei wikipedia etwas zu sagen haben will, soll sich vollständig transparent zeigen. Denn aus der Anonymität heraus agieren nur Feiglinge. Und die schaden mehr als sie nützen. An dieser Praxis festzuhalten, sollte wikipedia sich ernsthaft überlegen. Das ist übrigens auch ein rechtlicher Aspekt. Denn anonyme Admins, kann man nicht belangen. Und wikipedia - als Verein - ja auch nicht, weil die ja für die Inhalte nicht - direkt - verantwortlich sind. Es läuft am Ende deshalb auf eine strukturelle Verantwortungslosigkeit heraus. Ich weiß nicht, ob das wikipedia dauerhaft hilft. Einen umfangreichen Artikel zu dieser ganzen Problematik hat Aggregat7 geschrieben:

[...] So viel zum kurzen Streifzug durch die Relevanzkriterien der deutschen Wikipedia. Ein gut gemeinter, aber ziemlich armseliger Versuch, Regeln aufzustellen, mit denen die Menschen und die Welt in relevant und irrelevant aufgeteilt werden sollen.  Wie man an dem kurzen Exkurs sehen kann, sind die Kriterien an vielen Stellen willkürlich gesetzt und realitätsfern, etwa die Schwellwerte für die Relevanz von Unternehmen. Und dass Krankenkassen relevanter als Krankenhäuser und Berufsfeuerwehren relevanter als freiwillige Feuerwehren sein sollen, ist einfach nur pervers und menschenverachtend. Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die Wikipedia von pensionierten Beamten übernommen wurde. Vielleicht steckt aber auch in vielen Deutschen, die das hiesige Bildungssystem durchlaufen haben und von Beamten ausgebildet wurden, im Kern ein preußischer Beamter. Obwohl die Wikipedia ein Internetphänomen ist, offenbart sie als Organisation insbesondere mit ihren Relevanzkriterien und ihrem Selbstverständnis ein vordigitales Menschen- und Gesellschaftsbild, das so in weiten Teilen der Bevölkerung längst keinen Bestand mehr hat. Insbesondere ist die Geringschätzung bis hin zur Verachtung des Internets durch die Wikipedia äußerst bemerkenswert. Dem gegenüber steht eine Anbetung der alten Medien, die längst nicht mehr gerechtfertigt ist. Hier zeigt sich vermutlich eine Art von Minderwertigkeitskomplex und der Wunsch, von den “Alten” ernstgenommen zu werden. Vielleicht haben auch viele Wikipedianer ein unausgesprochenes Problem damit, nach ihren eigenen Kriterien nicht “relevant” zu sein. Die deutsche Wikipedia macht seit Jahren den Eindruck einer reaktionären, der Entwicklung der Informationsgesellschaft entgegenwirkenden Gemeinschaft, die sich immer mehr einigelt, wenig kritikfähig und vor allem nicht reformfähig ist. Sie entspricht jedenfalls in meiner Wahrnehmung keinesfalls den heiligen Prinzipien von Jimbo Wales.

[...] Ob die Gemeinschaft aber in der Lage ist, sich radikal zu reformieren, ist derzeit sehr fraglich. Da bedarf es vermutlich erst einer schweren Krise. [...]

Eine solche Krise wäre wohl spätestens dann aktuell, wenn wikipedia den nächsten Spendenaufruf startet. Dann würde wohl auch zeitgleich diese Diskussion hier wieder aufkommen und damit viele vermeintliche Spender ausbleiben oder gar ein “Spenden-Gegen-Aufruf” gestartet.

Es gäbe unzählige Möglichkeiten, das Qualitätsproblem auf andere Art zu lösen, etwa über eine Bewertung, Kategorisierung der Artikel durch die Nutzer und eine entsprechende Präsentation. Ansatzweise wird das ja auch praktiziert, wenn auch mit ziemlich archaischen Methoden. Der totalitäre Löschansatz der Exkludisten ähnelt hingegen dem Versuch vieler Medienkonzerne im Internetzeitalter, die ”Werte” schaffen wollen, indem sie die digitale Allmende durch künstliche Verknappung mittels Monopolrechten bekämpfen. Die Exkludisten verhindern das Kopieren und Verbreiten bestimmter Informationen einfach durch Löschung.

[...] Das Verfassen von Artikeln habe ich wie viele andere vor Jahren eingestellt, da ich die notwendige Zeit, Mühe und Demut nicht aufbringen konnte und wollte. Auch wenn keiner meiner Artikel gelöscht wurde, war mir die Zeit zu schade, mich ständig gegen einen Mob von fachfremden Besserwissern zu verteidigen. Dazu kam das Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein gegenüber gesichtslosen Admins, die oft genug mit einem unangemessenen Maß an Arroganz auftreten, [...]

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen – außer diesen weiteren lesenswerten Links:

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