Ich impfe nicht
blogfuerst 20. Oktober 2009
Derzeit geht es ja hoch her in der Debatte um die Impfungen gegen die Schweinegrippe. Abgesehen von den ganzen Pandemie-Warnungen, die mich irgendwie nicht sonderlich gejuckt haben, gab es jüngst auch Krach, weil für die “herrschende Klasse” also Bundespolitiker und Bundesbeamte, ein eigener – angeblich besserer – Imfpstoff besorgt wurde. Nunja, wenn ich ehrlich bin, interessiert mich auch diese Debatte herzlich wenig. Ob Patrizier- oder Proletarier-Impfstoff – ich werde mich nicht impfen lassen.
Nicht das ich was gegen die Möglichkeit von Impfungen hätte. Wenns hilft, solls halt jeder kriegen ders will oder braucht. Ich brauchs und will es nicht. Nen speziellen Grund hab ich ehrlich gesagt auch gar nicht. Hab auch keine Angst vor der Impfung oder den schwachen Nebenwirkungen. Meine Imfpweigerung hat auch keinerlei tiefere prinzipielle Gründe. Ich hab einfach nur kein Bock darauf. Vielleicht weil ich dafür nicht extra einen Termin beim Arzt vereinbaren will und diese Zeit mir dann auch noch freihalten muss. Vielleicht bin ich einfach nur faul und hab deshalb keine Lust darauf. Offenbar bin ich da auch nicht der einzige. Jedenfalls hab ich keine besonderen Gründe. Da stellt sich natürlich die Frage, ob ich damit “fahrlässig” handele, wenn ich trotzdem viel unter Leuten bin und mich womöglich dann doch mit der Schweingegrippe infiziere. Wahrscheinlich schon. Und? Soll ich deshalb die dann entsprechend fällig werdende ärztliche Behandlung dann selbst bezahlen? So wie Ulla Schmidt und andere obrigkeitliche Staatsjünger es ja mal forderten , dass Behandlungskosten wegen Tätowierungen, Piercings und Schönheitsoperationen von den “Verursachern” gefälligst selbst getragen werden sollen. Bin mal gespannt wie lange es dauert, bis sich der erste Volkszertreter bei der Grippeimpfung dahingehend einmal äußert. Schließlich haben Bund und Länder ja zig Millionen Impfdosen bestellt, die sie auch loswerden wollen. Bevor diese sich die Blöße geben, viel zu viel bestellt zu haben, kommen bestimmt Forderungen nach Pflichtimpfungen aufs Tableau. Am Ende führen deshalb alle politischen Diskussion zu der einer Frage: Wieviel Freiheit überlassen wir dem Einzelnen?
Einen treffenden Kommentar dazu gabs aus twitter:
@Die_Bloggerette: Wozu brauchen Bundestagsabgeordnete eigentlich die Schweinegrippe-Impfung? Ich dachte, die genießen sowieso Immunität?!
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