Grüne Kriegsrhetorik
blogfuerst 12. Oktober 2009
Ich dachte die Grünen hatten ein selbst auferlegtes Dauerabo auf die moralischste und friedliebenste Politik:
Bei den Inhalten musste CDU und FDP bluten.
Solch martialische Kriegsrhetorik passt da irgendwie so gar nicht ins Bild. Vielleicht deutet sich hier aber auch nur eine Entwicklung ab, die eine geradezu geschichtliche Konstante ist. Von den jungen revolutionären Wilden damals in den 1980er Jahren zu den konservativen Besitzstandswahrern des 21. Jahrhunderts, die genauso wie die Union Killerspiele verbieten wollen und Zensursula gut finden. Doppelmoral und “Missionierung” – sowas kennt man schon aus konservativen Kreisen zu genüge.
Insofern bleibt von CDU und FDP – wenn es denn umgesetzt wird – nicht mehr viel übrig.
Vielleicht versuchen die Grünen mit solchen Tritten gegen künftige Koalitionspartner auch nur von der Tatsache abzulenken, dass sie die einzige Partei in ganz Deutschland sind, die mit allen anderen Parteien in die Kiste steigen. Egal wieviel Wahrheit hinter solchen Aussagen steckt. Eins steht zumindest fest. Cem Özdemir ist ein Dampfplauderer der feinsten Sorte.



