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FDP-Slogan der Linken

blogfuerst 8. Oktober 2009

Die Linke ist ja schon länger in der Opposition und darin gut geübt. Also utopische Dinge zu fordern. Dass aber gerade die (antikapitalistische) Linke nunmehr dazu übergeht Inhalte und Slogans der FDP zu übernehmen, überrascht doch sehr. So bezeichnet der stellv. Links-Fraktionsvorsitzende Klaus Ernst das Bürgergeld-Modell der FDP doch tatsächlich als leistungsfeindliche Gleichmacherei. Sonst hatte die Linke ja keine Gelegenheit ausgelassen die FDP für ihr Mantra von “Leistung”, “Leistungsträgern” und “Leistungsdenken” zu kritisieren. Mal ganz abgesehen davon, dass der Vorwurf die FDP betreibe “Gleichmacherei” eine Neuerung darstellt. Sonst hieß es ja immer die FDP wolle die Reichen reicher und die Armen ärmer machen – also gerade keine Gleichmacherei.

Damit aber nicht genug. Ernst bringt tatsächlich den FDP-Wahlkampfslogan in leicht ergänzter Form:  “Arbeit muss sich wieder für alle lohnen“.  Offenbar hat Ernst eine Bürgergeld-Informationsveranstaltung der FDP besucht. Allerdings hat er dort offenbar nicht richtig aufgepasst, sonst würde er wissen, dass das Bürgergeld gerade für Hartz-IV-Familien eine massive Verbesserung darstellen würde, weil nämlich jedes Kind ebenfalls Bürgergeld erhält.

 

3 Reaktionen zu “FDP-Slogan der Linken”

  1. Alfons Huberam 9. Oktober 2009 um 17:51 Uhr

    Die FDP und Die Linke sind sich sicher näher als mancher Zeitgenosse glaubt.
    Der FDP Generalsekretär Götz erklärt in Brandenburg, die FDP könne zusammen mit der Linken
    Bürgerrechte verteidigen. Dagegen tritt er der ausscheidenden rechten DVU heldenhaft nach
    und fordert eine Desinfektion der von denen benutzten Büroräume, bevor diese von der FDP
    Landtagsfraktion bezogen werden.

    http://forum.fdp-bundesverband.de/read.php?4,1210221

  2. Tharbenam 10. Oktober 2009 um 14:17 Uhr

    Ach, das ist doch nur Bauerfängerei im fremden Revier. Mindestens so durchsichtig wie das Bürgerrechtsfähnchen der FDP. Übrigens: Das ‘Bürgergeld’modell der FDP würde enorme Leistungskürzungen zumindest für alleinstehende ALG II-Empfänger bedeuten. Manchmal kommt es mir so vor, als wolle die FDP die armen Menschen aushungern. Damit wäre das Armutsproblem auf ganz biologische Weise gelöst.

  3. Blogfürstam 10. Oktober 2009 um 17:24 Uhr

    Bürgergeld = 662,- €
    Hartz IV = (höchstens) 359,- €

    Hier müsste mir mal einer genauer erklären, wieso 662,- € weniger sein sollen als 359,- € (minus x)

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