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	<title>Kommentare zu: Die Wehrpflicht</title>
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	<description>Der Fürst vom Glauberg</description>
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		<title>Von: Rührt euch! » Von seb » Wehrpflicht, Monate, Während, Zivildienst, Bundeswehr, für » LEUAS.NET     </title>
		<link>http://www.blogfuerst.de/2009/09/die-wehrpflicht/comment-page-1/#comment-2340</link>
		<dc:creator>Rührt euch! » Von seb » Wehrpflicht, Monate, Während, Zivildienst, Bundeswehr, für » LEUAS.NET     </dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 14:28:55 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Weitere Meinungen zum Thema? Hier entlang [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Weitere Meinungen zum Thema? Hier entlang [...]</p>
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		<title>Von: blogfuerst</title>
		<link>http://www.blogfuerst.de/2009/09/die-wehrpflicht/comment-page-1/#comment-1208</link>
		<dc:creator>blogfuerst</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 10:29:22 +0000</pubDate>
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		<description>Der &quot;Bürger in Uniform&quot; ist nichts weiter als reine Symbolik. Der Wehrpflichtige der nur seine 9 Monate absitzt, macht dies im wahrsten Sinne des Wortes. Da wird die Zeit nur so totgeschlagen.(frag mal jemanden der Wehrdienst gemacht hat) Da gibts rein gar nichts, weshalb man dazu einen &quot;Bürger in Uniform&quot; benötigt. 
Zu Einsätzen ins Ausland gehen sowieso nur Zeit- und Berufssoldaten. Damit haben wir längst - in Einsätzen - eine Berufsarmee. Die zu Hause Wachdienstschiebenden oder Däumchendrehenden Wehrpflichtigen als &quot;Bürger in Uniform&quot; hoch zu stilisieren hat schon fast etwas von Satire. 

Das Argument, dass (nur) Zwangsverpflichtete Missstände in der Pflege/Krankenversorgung aufdecken halte ich für ziemlich weit hergeholt. Zumal die Zwangsverpflichteten wesentlich schärferen Arbeits- und Dienstrechtsvorschriften unterliegen als normale Arbeitnehmer. Wieso gerade die dann Verstöße &quot;melden&quot; sollten, wenn ihnen schwerwiegendere Disziplinarmaßnahmen drohen als einem Angestellten, erschließt sich mir nicht. 

Darüber hinaus zeugt die Einstellung, dass &quot;körperliche (Zwangs-)Arbeit&quot; jedem mal gut täte bzw. ein Zwangsdienst den Horizont erweitert, m.E. von einem zutiefst respektlosen Grundrechtsverständnis, dass an CDU-Niveau heranreicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;Bürger in Uniform&#8221; ist nichts weiter als reine Symbolik. Der Wehrpflichtige der nur seine 9 Monate absitzt, macht dies im wahrsten Sinne des Wortes. Da wird die Zeit nur so totgeschlagen.(frag mal jemanden der Wehrdienst gemacht hat) Da gibts rein gar nichts, weshalb man dazu einen &#8220;Bürger in Uniform&#8221; benötigt.<br />
Zu Einsätzen ins Ausland gehen sowieso nur Zeit- und Berufssoldaten. Damit haben wir längst &#8211; in Einsätzen &#8211; eine Berufsarmee. Die zu Hause Wachdienstschiebenden oder Däumchendrehenden Wehrpflichtigen als &#8220;Bürger in Uniform&#8221; hoch zu stilisieren hat schon fast etwas von Satire. </p>
<p>Das Argument, dass (nur) Zwangsverpflichtete Missstände in der Pflege/Krankenversorgung aufdecken halte ich für ziemlich weit hergeholt. Zumal die Zwangsverpflichteten wesentlich schärferen Arbeits- und Dienstrechtsvorschriften unterliegen als normale Arbeitnehmer. Wieso gerade die dann Verstöße &#8220;melden&#8221; sollten, wenn ihnen schwerwiegendere Disziplinarmaßnahmen drohen als einem Angestellten, erschließt sich mir nicht. </p>
<p>Darüber hinaus zeugt die Einstellung, dass &#8220;körperliche (Zwangs-)Arbeit&#8221; jedem mal gut täte bzw. ein Zwangsdienst den Horizont erweitert, m.E. von einem zutiefst respektlosen Grundrechtsverständnis, dass an CDU-Niveau heranreicht.</p>
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		<title>Von: ben</title>
		<link>http://www.blogfuerst.de/2009/09/die-wehrpflicht/comment-page-1/#comment-1204</link>
		<dc:creator>ben</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 20:51:15 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin prinzipiell auch für eine Abschaffung der Wehrpflicht, möchte aber zu bedenken geben, dass es durchaus gute Gründe für diese gibt - und die sollte man fairerweise akzeptieren und nicht durch &quot;gegen die Wand gelaufen&quot;-Pöbelei ersetzen!
Worauf die CDU mit ihrer Verbindung von Bundeswehr und Gesellschaft richtigerweise hinweist, ist eine der Begründungen, mit der die Wehrpflicht nach dem zweiten Weltkrieg eingeführt wurde. Die Hoffnung ist, dass sich das Militär nicht von dem Rest der Gesellschaft abkoppeln kann, wenn immer wieder normale Bürger Zugang bekommen und Teil davon werden. Dies war nicht immer so und bei einer reinen Berufsarmee ist die traurige Erfahrung, dass sich schlimmstenfalls eine kleine Parallelgesellschaft bildet - die bewaffnet ist und da kann es dann schon mal zu Problemen kommen ...
Da dürften wohl auch die Piraten durchaus Interesse dran haben, denn ein mehr oder weniger unkontrollierbarer Militärapparat ist nicht unbedingt ein Garant für Bürgerrechte.

Ähnliches haben Soziologen und Historiker übrigens für den Zivildienst herausgefunden: Da mit den Zivis gerade im Bereich Pflege und Krankenversorgung immer wieder relativ unabhängige Bürger (die absehbar temporär im jeweiligen System arbeiten) im schlimmsten Fall auch Missstände publik machen können, sorgen sie quasi nebenbei für eine gesellschaftliche Überwachung eines Sektors, in dem Menschen teilweise schutz- und wehrlos sind.

Als ehemaliger Zivi kann ich abseits dieser theoretischen Aspekte auch noch beisteuern, dass die 9 Monate durchaus eine bereichernde Zeit waren. Wenn man selbst die Karriereperspektive eines Büroangestellten vor Augen hat, kann es der Weitung des Horizonts nur guttun, wenn man mal körperlich gearbeitet hat ... und man glaubt gar nicht, wie sozial kompetent da einige aus dem Zivildienst wieder rauskommen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin prinzipiell auch für eine Abschaffung der Wehrpflicht, möchte aber zu bedenken geben, dass es durchaus gute Gründe für diese gibt &#8211; und die sollte man fairerweise akzeptieren und nicht durch &#8220;gegen die Wand gelaufen&#8221;-Pöbelei ersetzen!<br />
Worauf die CDU mit ihrer Verbindung von Bundeswehr und Gesellschaft richtigerweise hinweist, ist eine der Begründungen, mit der die Wehrpflicht nach dem zweiten Weltkrieg eingeführt wurde. Die Hoffnung ist, dass sich das Militär nicht von dem Rest der Gesellschaft abkoppeln kann, wenn immer wieder normale Bürger Zugang bekommen und Teil davon werden. Dies war nicht immer so und bei einer reinen Berufsarmee ist die traurige Erfahrung, dass sich schlimmstenfalls eine kleine Parallelgesellschaft bildet &#8211; die bewaffnet ist und da kann es dann schon mal zu Problemen kommen &#8230;<br />
Da dürften wohl auch die Piraten durchaus Interesse dran haben, denn ein mehr oder weniger unkontrollierbarer Militärapparat ist nicht unbedingt ein Garant für Bürgerrechte.</p>
<p>Ähnliches haben Soziologen und Historiker übrigens für den Zivildienst herausgefunden: Da mit den Zivis gerade im Bereich Pflege und Krankenversorgung immer wieder relativ unabhängige Bürger (die absehbar temporär im jeweiligen System arbeiten) im schlimmsten Fall auch Missstände publik machen können, sorgen sie quasi nebenbei für eine gesellschaftliche Überwachung eines Sektors, in dem Menschen teilweise schutz- und wehrlos sind.</p>
<p>Als ehemaliger Zivi kann ich abseits dieser theoretischen Aspekte auch noch beisteuern, dass die 9 Monate durchaus eine bereichernde Zeit waren. Wenn man selbst die Karriereperspektive eines Büroangestellten vor Augen hat, kann es der Weitung des Horizonts nur guttun, wenn man mal körperlich gearbeitet hat &#8230; und man glaubt gar nicht, wie sozial kompetent da einige aus dem Zivildienst wieder rauskommen &#8230;</p>
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