CSU gegen FDP -nachtrag
blogfuerst 8. August 2009
Man könnte fast meinen, dass der CSU-Kasper Peter Ramsauer sich einen satirischen Beitrag zu einer künftigen Unionsgeführten Regierung geleistet hat, wenn er sagt:
“Vor allem müssen solche Wähler wissen: Sollte es für Schwarz-Gelb nicht reichen, was der liebe Gott verhindern möge, dann kann eine Stimme für die FDP sehr schnell, vielleicht sogar automatisch, eine Stimme werden für eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und der FDP.”
Abgesehen von der Tatsache, dass die FDP trotz intensiven Werbens der SPD, bereits mehrfach eine Regierungsbeteiligung unter der SPD (Ampel) abgelehnt hat und man der FDP – insbesondere ihrem Parteivorsitzenden Guido Westerwelle – mehrfach viel zu große Nähe zur Union vorgeworfen hat, erscheint es äußerst amüsant, dass gerade derjenige anderen eine nicht ausgeschlossene Regierungsbeteiligung unter der SPD vorwirft, der selbst in einer Regierung mit der SPD sitzt und im Zweifel eine solche auch fortführen würde.
Nachtrag:
Der stellvertredende bayerische Ministerpräsident Martin Zeil (FDP) hat das jüngste Theater der CSU gegenüber der FDP treffend kommentiert:
Die an jahrzehntelange Alleinherrschaft gewöhnte CSU sei noch nicht in der Koalition angekommen. Und er ergänzte:
“Ein Hühnerhof, vor dem der Fuchs lauert, ist im Vergleich zu Teilen der CSU eine geordnete Veranstaltung.”



