Ernsthaftigkeit von Parteien
blogfuerst 17. Juli 2009
Wegen nicht ausreichender “Ernsthaftigkeit” hat der Bundeswahlausschuss der “APPD” (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands) den Parteienstatus aberkannt. Die APPD – das ist die Partei, die sich im wesentlichen für Ficken, Saufen, Fressen und Faulenzen einsetzt und das nach eigener Aussage auch umfangreich praktiziert – sei nicht ernsthaft genug. Zwar liegt wohl ein Rechenschaftsbericht der Partei vor, der aber mit erstaunlicher Ehrlichkeit unter Punkt 6 glänzt:
Keiner in der Partei hat mal wieder was gemacht
Auf Nachfrage warum die APPD nur mit drei Landeslisten antrete, antwortete der Parteivorsitzende Volker Stoi:
Die anderen Landesverbände befinden sich im Untergrund
Ich persönlich finde es äußerst befremdlich, wenn ein Gremium aus diesen Parlamentariern eine Partei wie die APPD als “nicht ausreichend ernsthaft” einstuft. Immerhin gibt es auch unter den etablierten Parteien ernste Zweifel, ob diese sich wirklich für die Interessen des Volkes einsetzen oder sich doch eher einen Spaß daraus machen, heute hü und morgen hott zu verkünden:
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Du siehst das völlig falsch. Hoffe ich. Denn dem Bundeswahlleiter darf es gar nicht um die Ernsthaftigkeit der Ziele einer Partei gehen… dass da wohl allen Parteien (die sogenannten Volkspartien voran) Ernsthaftigkeit fehlt ist schließlich unbestritten. Was er dagegen analysiert ist die Ernsthaftigkeit der Parteistrukturen, also Stabilität, Aktivität, Legitimierung, und dergleichen.