Finanzkrisenticker
blogfuerst 20. März 2009
- AIG-Propaganda und grenzenlose Dreistigkeit.
- Mal zur Abwechslung eine vernünftige Idee aus dem Mutterland des Bailouts.
- Die enthirnten Banker und Manager zocken fröhlich weiter – ganz wie die Band beim Untergang der Titanic. Mit dem Unterschied, dass die Banker ihr eigenes Luxusrettungsboot schon längst gesichert haben.
- Die Gier war grenzenlos. Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus.
- Liberale Spezialexperten haben erkannt, wer Schuld an der Finanzkrise ist: “Die Ursachen der Krise sind nicht in neoliberaler Deregulierung der Finanzmärkte und maßloser Gier bestimmter leitender Angestellter in der Finanzbranche zu suchen, sondern in einem doppelten Staatsversagen.” – Ja, nee, is klar. Die Politiker der Welt haben die Banker und Manager dazu gezwungen Risiko-Anlagen zu kaufen und sich dafür anschließend die Taschen zu füllen.
Finanzbinsenweisheit:
“Stellen Sie sich vor, Sie wollen von Bombay nach London segeln und müssen sich zwischen zwei gleich guten Schiffen entscheiden. Bei dem einen Schiff bekommt der Ladeoffizier Provision nur für Ware, die in London ankommt, und muss selber mitsegeln. Auf dem anderen bekommt er Geld für jede Tonne, die er auflädt, auch wenn das Schiff untergeht, und muss nicht mitsegeln.”
Das Problem sei, dass unsere Volkswirtschaften “auf dem zweiten Schiff verladen worden” seien, sagt er. Und dieses gehe nun leider unter.
Dass ab sofort aber der Staat die Verladung jedes Strohhalms regelt oder sogar ein Komplettverbot der Schifffahrt erhängt, wäre unsinnig. “Stattdessen sollte man sicherstellen, dass alle Ladeoffiziere erst nach Ankunft der Ware bezahlt werden und selber mitsegeln.”
- Absurdistan , Finanzkrise , Gesellschaft
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