nebenbei was gutes tun
blogfuerst 17. Februar 2009
Diese CAPTCHAS dürften jedem halbwegs versierten Internet-Nutzer sehr vertraut sein. Auch dürfte den meisten wohl bekannt sein, aus welchem Grund sie existieren (der Bot-Bekämpfung). Was vielleicht nicht so viele wissen, ist dass das System “reCAPTCHA” zugleich einem gutem Zweck dient. Die Nutzer erhalten hier nämlich nicht irgendwelche programmierten Wörter-Grafiken, sondern echte eingescannte Textzeilen aus älteren Buch-Werken, an denen die Texterkennungssoftware scheiterte, die zwecks Buch-Digitalisierung darauf angesetzt wurde. Bei jedem Captcha müssen zwei Wörter eingegeben werden. Eines davon ist dem System bereits bekannt und dient der Überprüfung der Richtigkeit der Eingabe. Das andere Wort ist dem System unbekannt und wird durch die Benutzereingabe quasi “erkannt”.
Eine bemerkenswert innovative Idee, wie man die vermeintlich verplemperte Zeit zum CAPTCHA-Lösen für das Gemeinwohl sinnvoll einsetzen kann. Vielleicht findet sich ja auch hierzulande mal eine Uni oder Forschungsgruppe, die ein deutsches “reCAPTCHA” programmiert, um die Digitalisierungsprojekte hierzulande zu unterstützen.
- Allmende
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