Geschäftsmodell Bank
blogfuerst 5. Februar 2009
Die Banken haben es dieser Tage ja nicht leicht. Auf der einen Seite sitzen sie allesamt – ohne Ausnahme – auf “toxischen Wertpapieren”, die ihnen auch weiterhin das Überleben schwer machen werden. Auf der anderen Seite kommt noch die Schelte von Politik und Gesellschaft für die Sorglosigkeit der Banker im Umgang mit den Geldern ihrer Kunden dazu. Man könnte fast meinen, dass der Job des Banker dieser Tage zu den unattraktivsten überhaupt gehört.
Einer Marktwirtschaft könnte es im Prinzip herzlich egal sein, wenn eine Bank so schlecht dasteht. Das Problem ist aber, dass sämtliche Banken, die auf dem Markt sind gleich schlecht dastehen. Und das führt dazu, dass sie alle das gleiche miese Angebot den Kunden offerieren. In solch einer Situation sind die Rufe nach dem Staat verständlich. Müsste man doch hier die Aussage “Der Markt regelt alles” klar ablehnen. Wirklich? Denn eigentlich bietet der Markt auch in einer tiefen Krise wie dieser hier hervorragende Marktlücken und Gewinnmöglichkeiten. Die Marktlücke, die sich aufgetan hat, ist eine Bank mit weißer Weste – gewissermaßen ohne Leichen im Keller bzw. toxische Papiere. Vom Kleinanleger bis zum institutionellen Investor – sie alle würden einer solchen Bank wahrscheinlich die Türen einrennen. Die Konsequenz? Man gründet einfache eine neue Bank. Dazu braucht man eigentlich nur einen großen Spritzer Investitionskapital, ein paar arbeitslos gewordene Banker und schon kanns losgehen. Da frag ich mich nur, warum noch niemand auf diese Idee gekommen ist. Ich würds wahrscheinlich selbst machen, wenn ich die entsprechenden Mittel hätte.
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