Totale Überwachung der Schule
blogfuerst 2. Januar 2009
Man kann nie genug überwachen. Dies ist wohl das Motto der Briten.
Die Firma Classwatch hat in London eine Schule mit Kameras und Mikrofonen vollständig vernetzt und zur Überwachung freigegeben. Dadurch geraten sogar 4-jährige Vorschüler in die Überwachung.
Inwiefern Schulen davon profitieren, wenn sie ihre jüngsten Schüler aufzeichnen, erschließt sich nicht sofort. Vandalismus, Mobbing und Diebstahl, kurz: anti-soziales Verhalten – das sind die Stichworte, mit denen Classwatch seine Technik anbietet. Wenn Lukas den Lolly von Frida klaut, kann der Täter wenigstens im Nachhinein überführt werden. Auch sonstiges Fehlverhalten kann LehrerIn mit Kameras schneller ausmachen und den oder die Übeltäterin identifizieren. „Unterbrechungen – die sonst bis zu 20 Prozent einer Stunde ausmachen – lassen sich so drastisch reduzieren“, meint Classwatch. An 85 Schulen ist das System der Firma Classwatch installiert: Videokameras und sogar Mikrofone. „Die Antwort auf effektives Klassenraum-Management“ – so lautet ein weiterer Werbespruch der Firma. Den ganzen Tag zeichnen die Kameras alles auf, was im Klassenraum vor sich geht. Für den Fall, dass es Konflikte in der Klasse gebe, stehe gleich klärendes Filmmaterial zur Verfügung, preist Classwatch sein Produkt an. Ganz offen wird mit „Verhaltensmanagement“ geworben.
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