Filme gucken bildet
blogfuerst 30. Januar 2009
Nachdem nun 72 Forscher ihre Köpfe zusammengesteckt haben und ihren Gehirnschmalz genutzt haben, sind sie zum Ergebnis gekommen, dass die heute gängige aus dem hebräischen übersetze Bibel in einem wichtigen Punkt falsch übersetzt wurde:
Dies dürfte auch die „himmlische Genealogie“, die so genannte Jungfrauengeburt, betreffen, über die noch heute unter Christen gestritten wird: eine biologische Tatsache oder doch bloß eine theologische Metapher? Wer etwa als Mitglied der römisch-katholischen Kirche seine Zweifel an der biologischen Jungfräulichkeit Mariens äußert, ruiniert seine kirchliche Karriere; der ehemalige Priester und Dozent Eugen Drewermann hat das wie andere aus der Theologenzunft erfahren.
Ohne die Septuaginta ist das Motiv Jungfrauengeburt nicht zu verstehen. Im (älteren) hebräischen Bibeltext heißt es noch beim Propheten Jesaja im 7. Kapitel: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: siehe, die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn gebären. Und sie wird ihn Immanuel nennen.“
In der Septuaginta ist unter Jesaja 7 zu lesen: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: sie, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären. Und du wirst ihm den Namen Emmanuel geben.“
Der Unterschied sticht ins Auge. In der hebräischen Textfassung spricht der Prophet von einer „jungen Frau“, die einen Sohn gebären wird. In der Septuaginta wird die „junge Frau“ mit dem griechischen Wort „parthenos“ übersetzt – es steht für „Jungfrau“.
Schön und gut für die Theologen – oder auch nicht (je nachdem ob katholisch). Wer gute Filme mag, weiß längst was die 72 Forscher nun kund taten. Guy Ritchie höchstselbst hat den geneigten Kinobesucher bereits im Jahre 2000 diese interessante “Neuigkeit” mitgeteilt. Eingebaut in seinem Film “Snatch – Schweine und Diamanten”:
Übrigens: Die aufgrund der überarbeiteten neuen Übersetzung der 72 Theologen neu herausgegebene Bibel (das war wohl sehr teuer) wurde von der Evangelischen Kirche des Rheinlandes und Bayern finanziert. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
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