Schrottpapiere für die Banker
blogfuerst 21. Dezember 2008
Im Umgang mit der Finanzkrise gab es ja jede Menge Vorschläge für Maßnahmen zur Lösung der Krise. Die mit Abstand interessanteste Maßnahme bisher kam von der Firmenleitung der Credit Suisse:
Die Credit Suisse krempelt ihr Bonusmodell schon wieder um. Investmentbanker erhalten einen guten Teil ihrer Boni künftig in Schrottpapieren statt in Aktien. Die Credit Suisse zaubert für die Boni ihrer Investmentbanker eine neue Formel hervor, die an die Nationalbank-Hilfe für die UBS erinnert: Sie lagert toxische Schrottpapiere im Wert von rund 5 Milliarden Dollar in ein Investmentvehikel aus und befreit so ihre Bilanz von dieser Last. Dieser Topf wird mit illiquiden kommerziellen Hypotheken und Unternehmensanleihen gefüllt und an die Chefs der Investmentbank weitergereicht. Deren Boni werden im kommenden Frühling nur noch zu rund 20 Prozent in Form von Aktienanteilen ausbezahlt. Der Rest wird aus Anteilsscheinen für diesen Schrott bestehen. In den Genuss der Neuregelung kommen 1000 bis 2000 Kaderleute der Investmentbank – vorwiegend in New York.
Das klingt irgendwie nach der ultimativen und gerechtesten aller Lösungen. Statt großzügiger Bonuszahlungen kriegen die Verursacher ihren eigenen Mist zurück.
- Finanzkrise
- Keine Kommentare















