Nach China, jetzt auch Zensur in Deutschland
blogfuerst 1. Dezember 2008
Die Chinesen und die Australier zeigen ja bereits wie man sich sein nationales Internet schafft, indem die Regierung festlegt, welche Seiten der Nutzer sehen darf bzw. welche nicht. Den Anfang hat hierzulande die Bundesfamilienministerin Ursulua von der Leyen (CDU) gemacht, mit ihrer Forderung Kinderporno-Seiten zu sperren. Abgesehen von der Tatsache, dass im Internet Webseiten mit Kinderpornografie schon jetzt nicht einfach so ansurfbar sind, sondern versteckt sind, ist dieses Unterfangen von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Um mal eine verständliche Analogie zu der beabsichtigen technischen Internet-Sperre zu bilden, wie die kompetente Frau von der Leyen das beabsichtigt – und mit ihr die gesamte kompetente Bundesregierung – sei folgendes Beispiel angeführt:
Mal angenommen es gäbe ein Land auf der Welt das nur aus Kinderpornografie besteht. Um diese Kinderpornografie zu bekämpfen, verbietet nun die Bundesregierung Direktflüge von Deutschland aus in dieses Land. Dass damit den Kindern in diesem Land nicht geholfen ist und auch jederman weiterhin in dieses Land fliegen kann, indem er einfach im Ausland umsteigt, wollen oder können die Damen und Herren von CDU und SPD nicht begreifen.
Man ahnt es schon, welche Konsequenzen diese Politik nach sich zieht: Es melden sich weitere kompetente Politiker wie der hessische Innenminister Bouffier beispielsweise, der nun auch Direktflüge nach “Glücksspielanien” verbieten will. Auch die erfolgreichsten Lobbyisten aller Zeiten – Manager des bedeutensten Wirtschaftszweiges weltweit, der Musik- und Filmindustrie – dürften dann ebenfalls ihre Ansprüche anmelden. Nicht weit sind dann die Rufer nach Sperren aus Jugendschutzgründen oder wegen Persönlichkeitsverletzungen oder sogar Nachbarschaftsstreitigkeiten.
- Bürgerrechte , Zensur
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