Internationales Bankenmonopol ?
blogfuerst 22. Dezember 2008
Marcus Viefeld hat in seinem “fifi Blog” eine interessante Feststellung getätigt, die ich mal aufgreifen möchte.
fifi argumentiert, dass wegen der starken internationalen Verflechtung der Banken, diese so etwas wie einen monolithischen Block bilden, der ein Quasi-Monopol darstellt. Und weil es außer den Beteiligten in diesem Block keine weiteren Mitbewerber gibt, die z.B. Kredite anbieten könnten, existiert somit kein wirklicher freier Markt, der ja zur Zeit als Sündenbock überall herhalten muss.
Der Denkansatz ist m.E. höchst interessant und könnte zu einer besseren Lösung beitragen. Ich würde das internationale Bankensystem allerdings nicht als Monopol oder Block bezeichnen, sondern einfach als ein internationales Kartell, dass aus wettbewerbsrechtlicher Sicht schädlich ist und deshalb bekämpft werden sollte. Eine Maßnahme zur Aufbrechung dieses Kartells wurde ja in anderen Ländern bereits getroffen. Die Banken wurden dazu gezwungen staatliches Geld (eines Akteurs der außerhalb des Kartells steht) anzunehmen. Eine Maßnahme, die hierzulande ebenfalls dringend erforderlich gewesen wäre, da einige der Kartell-Mitglieder offenbar unwirtschaftliche Motive ihrem Handeln zu Grunde legen. Eine noch weitergehendere Alternative wäre, dass der Staat als (erster) Konkurrent und Mitbewerber dem Kartell entgegentritt und nunmehr selbst Kredite an Unternehmen vergibt mit lockeren Bedingungen. Um nicht Marktanteile zu verlieren wären die Banken jetzt gewzungen mitzuziehen. Das wäre echter Wettbewerb. Dass der Staat der einzige ist, der die Rolle als Wettbewerber hier einnehmen könnte liegt an der Größenordnung des dafür notwendigen Kapitals im Rücken. Und genau hier könnten die gechassten Staatsbanken als Marktteilnehmer außerhalb des Kartells agieren und vielleicht auch so einen Teil des verlorenen Vertrauens (und Schadens) wieder gut machen.
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