Kinderschokolade = Zigarettenrauch ?
blogfuerst 5. November 2008
Auf den ersten Blick liest sich die Pressemitteilung des “Deutschen Krebsforschungszentrums” (dkfz) und des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen wie ein Aprilscherz:
Ein gesetzliches Verbot von Zigaretten aus Schokolade und anderen Süßwaren fordern das Deutsche Krebsforschungszentrum und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Dies sei zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Rauchens notwendig. Krebsforscher und Verbraucherschützer erklären gemeinsam, dass die in Supermärkten, Kiosken und anderen Läden ohne Einschränkungen erhältlichen Kinderzigaretten eine Gefahr für die junge Generation sind.
Aber es ist wirklich ernst gemeint. Die Gesundheitsmissionare vom dkfz wollen wirklich Schokolade verbieten, die die Form von Zigaretten hat. Besonders interessant ist hier aber die Tatsache, dass neben dem dkfz auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen die Verbotsforderung unterstützt. Im Rahmen der Debatte rund um das Rauchverbot haben die unseriösen Praktikten des dkfz, welches mit falsch interpretierten Statistiken arbeitete, seine Reputation offenbar derart beschädigt, dass es glaubt alleine nicht mehr Ernst genommen zu werden. Zumindest diese Einschätzung des dkfz ist ausnahmsweise richtig. Ändert an der Schwachsinnigkeit seiner Forderung aber nichts.
Konsequent zu Ende gedacht würde das bedeuten, dass man Malzbier verbieten müsste (wegen der Nähe zum alkoholhaltigen Bier), genauso wie Schoko-Weihnachtsmänner (wegen der Menschenwürdeverletzung beim Verspeisen von Schokolade in Menschenform), Spielzeugpistolen und Baller-Computerspiele. Wobei Letzteres ja auch schon umgesetzt wurde. Nun heißt es also – ran die Buletten! Solange es sie noch gibt!
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