Neues aus der (EU-)Anstalt
blogfuerst 14. Oktober 2008
Wir haben uns ja schon daran gewöhnt, dass wenn die Europäische Union gesetzgeberisch tätig wird, meist nichts Gutes am Ende dabei rauskommt. So verhält es sich nun bei der beabsichtigten Beschränkung von Musikgenuss. MP3-Player sollen künftig eine Maximal-Lautstärkevorgabe erhalten, da bei zu lauter Musik Gehörschäden drohen. Jetzt ist es ja per se nichts schlechtes, wenn man versucht Gehörschäden vorzubeugen. Aber hier fragt man sich natürlich wieder, ob das ausgerechnet auf diese Art und Weise geschehen muss. Was bei Zigarettenschachteln total überflüssig ist, weil die Schädlichkeit von Rauchen auch dem letzten Vollidioten bekannt ist, könnte bei MP3-Playern tatsächlich echte Aufklärungswirkung entfalten. Den wenigsten Jugendlichen ist nämlich klar, dass sie mit jeder Minute überlauter Musik ihr Gehör tatsächlich schädigen. Warum die segensreiche EU dann nicht auf die Idee kommt, es vielleicht erst mal mit Warnhinweisen auf MP3-Playern zu probieren, anstatt gleich wieder die Verbotskeule rauszuholen bleibt wohl das Geheimnis der EU-Regenten. Die wohl unbestreitbar schädlicheren Zigaretten werden mit wirkungslosen Warnhinweisen bekämpft, während lautes Musikhören mit Verboten geahndet wird… Vernunft gehört hier wohl nicht gerade zu den obersten Prinzipen.
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